Schreckschuss und Co.

Immer mehr Deutsche rüsten mit Waffen auf

Der Waffenhändlerverband hält eine Verdoppelung des Umsatzes 2015 für möglich. Vor allem am kleinen Waffenschein gibt es Interesse.

Essen. Die Zahl der Menschen, die in Deutschland eine Waffe besitzen, steigt stetig. Und auch der Handel mit Reizgas oder Schreckschusspistolen boomt. Der Waffenhändlerverband VDB hält sogar eine Verdoppelung des Umsatzes 2015 für möglich.

Das Bundesverwaltungsamt bestätigt eine steigende Zahl gemeldeter Waffen in Deutschland. Vor drei Jahren waren 5,5 Millionen erlaubnispflichtige Waffen im Besitz von Privatpersonen und Vereinen registriert. Heute sind es mit 5,79 Millionen fast 300.000 mehr. Und auch die Zahl der Waffenbesitzer ist um 140.000 auf 1,54 Millionen gestiegen – und das obwohl Schützenvereine massiv mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen haben.

Während die Zahl der schweren Schusswaffen zurückgeht, gibt es eine große Nachfrage nach kleinen Waffenscheinen. Sie sind für über 18-Jährige gegen den Nachweis erhältlich, nicht vorbestraft zu sein und berechtigen zum Führen von Schreckschuss-, Reizgas- und Signalwaffen.

Ende 2013 gab es 249.923 solcher Waffenscheine, jetzt sind es 275.500. Ein Anstieg an Straftaten ist damit jedoch nicht verbunden: Laut polizeilicher Kriminalstatistik gehen sowohl die Fallzahlen bei Mord und Totschlag als auch beim Einsatz von Schusswaffen in Zusammenhang mit Straftaten zurück.

( dse )

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