Terrormiliz

IS-Kämpfer fahren Truck aus Texas – der Vorbesitzer klagt

Eigentlich wollte ein Klempner aus Texas nur sein Auto verkaufen. Es landete am Ende im Kampfgebiet des IS – samt Firmenlogo.

Ein 2011 in den USA verkaufter Pick-Up im IS-Einsatz. Handwerker Mark Oberholzer hatte die Beschriftung nicht entfernt – und der Autohändler offenbar auch nicht. Das Bild taucht seit einem Jahr in sozialen Netzwerken auf.

Ein 2011 in den USA verkaufter Pick-Up im IS-Einsatz. Handwerker Mark Oberholzer hatte die Beschriftung nicht entfernt – und der Autohändler offenbar auch nicht. Das Bild taucht seit einem Jahr in sozialen Netzwerken auf.

Foto: Twitter / FMG

Washington.  Als der texanische Klempner Mark Oberholzer seinen Pick-Up-Truck mit Firmenlogo auf der Tür gebraucht verkaufte, dachte er sich nichts Schlimmes. Einige Zeit später tauchte das Fahrzeug in einem Internet-Video auf, wie mehrere US-Medien berichteten.

Auf dem Fahrersitz saß kein Klempner, sondern ein Terrorist des sogenannten „Islamischen Staates“. Auf der Ladefläche war kein Heizungskessel, sondern ein Maschinengewehr montiert. Auf der Fahrertür prangte aber immer noch die Werbung für den Klempner-Service aus Texas City: „Mark-1 Plumbing“.

Eine Million Dollar Schadenersatz

Die Folge: Oberholzer erhielt mehr als 1000 erboste Anrufe, E-Mails und Briefe, teils mit Todesdrohungen. Deshalb zog er jetzt vor Gericht. Er verklagte Anfang Dezember den Ford-Autohändler, der ihm eigentlich versprochen hatte, das Firmenlogo vor dem Verkauf zu entfernen. Oberholzers Anwälte wollen eine Million Dollar Schadensersatz.

Das Video ist schon ein Jahr alt und was aus dem Truck wurde damit nicht klar. An der kaputten Existenz des texanischen Klempners ändert das aber nichts. (dpa)