Flughafen

„Helmut Schmidt Flughafen“ in Hamburg könnte 2016 kommen

Der Hamburger Airport soll nach Helmut Schmidt benannt werden. Stimmen alle Beteiligten zu, kann es im kommenden Jahr soweit sein.

Helmut Schmidt war am 10. November im Alter von 96 Jahren gestorben. Der Hamburger Flughafen will den Altkanzler ehren und sich in „Helmut Schmidt Flughafen“ umbenennen.

Helmut Schmidt war am 10. November im Alter von 96 Jahren gestorben. Der Hamburger Flughafen will den Altkanzler ehren und sich in „Helmut Schmidt Flughafen“ umbenennen.

Foto: FABIAN BIMMER / REUTERS

Hamburg.  Die mögliche Umbenennung des Hamburger Flughafens in „Helmut Schmidt Airport“ hat eine erste Hürde genommen. Der Aufsichtsrat des Flughafens habe Flughafen-Chef Michael Eggenschwiler jetzt ermächtigt, Verhandlungen mit der Stadt über die Namensgebung aufzunehmen. Jetzt ist die Stadt am Zug. Auch Schmidts Familie muss noch zustimmen.

Sollten sich alle Beteiligten auf einen neuen Namen einigen, soll der Schriftzug laut Eggenschwiler möglichst schon 2016 „gut sichtbar“ am Flughafen angebracht werden. Der Name „Hamburg Airport“ solle parallel erhalten bleiben.

Helmut Schmidt habe viel für die Luftfahrt getan

Schmidt habe viel für die deutsche Luftfahrt getan, sagte der Airport-Chef vor Mitgliedern des Luftfahrt-Presse-Clubs. „Mit seinem weltbekannten Namen könnte sich der Hamburger Flughafen schmücken.“ Damit hätte der Norden auch eine beziehungsreiche Entsprechung zum Münchner Flughafen „Franz Josef Strauß“.

Der Altkanzler war am 10. November im Alter von 96 Jahren in seiner Heimatstadt gestorben. Danach war die Idee aufgekommen, den Hamburg Airport umzubenennen.

„Deutschland hat Helmut Schmidt, dem Staatsmann aus Hamburg, dem großen Europäer und Weltbürger viel zu verdanken. Es ist daher angemessen und entspricht dem Wunsch vieler Bürger seiner Heimatstadt, ihm eine solche Würdigung zuteilwerden zu lassen“, sagte Bürgermeister Olaf Scholz (SPD).

Schmidt war Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats

Schmidt – mit seinem Wohnhaus in Hamburg-Langenhorn ein Airport-Nachbar – war viele Jahre Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats. Er stellte 1952 in der Wirtschaftsbehörde die Weichen, dass die Lufthansa nur drei Jahre später den Flugbetrieb in Hamburg aufnahm.

Auf dem Betriebsgelände von Airbus in Hamburg-Finkenwerder gibt es bereits seit vier Jahren eine Helmut-Schmidt-Straße. Sie ist die Hauptverkehrsachse auf dem Airbus A380-Werksgelände. In Hamburg gibt es überdies die Universität der Bundeswehr, die seit 2003 Helmut Schmidts Namen trägt. 2012 wurde auf der Hamburger Elbinsel Wilhelmsburg ein Gymnasium nach ihm benannt. (dpa)