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Miese Laune verewigt: Grumpy Cat jetzt im Figurenkabinett

| Lesedauer: 4 Minuten
Das ist die Kopie: Grumpy Cat aus Fiberglas, Silikon und künstlichen Haaren sieht gar nicht so mürrisch aus.

Das ist die Kopie: Grumpy Cat aus Fiberglas, Silikon und künstlichen Haaren sieht gar nicht so mürrisch aus.

Foto: Barbara Munker / dpa

Sie ist die personifizierte schlechte Laune – und macht vielen Menschen Spaß. Grumpy Cat grummelt jetzt auch im Wachsfigurenkabinett.

San Francisco.  Es ist ein historischer Moment, doch Grumpy Cat verzieht keine Miene. Eher gelangweilt räkelt sich die Kultkatze mit mürrischem Blick in ihrem Bettchen auf einem Podest bei Madame Tussauds. Ganz der Profi, auch die Fernsehkameras und Mikrofone können Grumpy Cat – also die mürrische Katze – nicht aus der Ruhe bringen. Zum ersten Mal enthüllt das Wachsfigurenkabinett ein Katzenabbild.

Grumpy Cat aus Silikon, Glasfasern und künstlichen Haaren thront täuschend echt auf dem eigenen Podest, keinen Meter von ihrem lebendigen Vorbild entfernt. Sie seien absolut stolz auf diese Ehre, sagt die strahlende Grumpy-Cat-Besitzerin Tabatha Bundesen (30) bei der Enthüllung. Doch was denkt ihr Haustier wirklich? „Sie findet alles schrecklich“, flachst Bundesen. Schon bei der Vermessung hatte sie sich nicht eben tief bewegt gezeigt:

Schlecht gelaunte Worte werden Grumpy Cat ständig in den Mund gelegt. Kein Wunder, bei diesem Gesicht. Wegen eines Unterbisses und einer leichten Behinderung, genannt „feliner Kleinwuchs“, hat es den Anschein, als ob die Katze die Mundwinkel missbilligend nach unten zieht. Dieser mürrische Ausdruck ist längst Gold wert. Berühmt wurde Grumpy Cat mit einem Foto, das der Bruder der Besitzerin im September 2012 auf der Diskussionsseite Reddit veröffentlichte. Schnell war der Spitzname „Grumpy“, etwa „grummelig“ oder „mürrisch“, geboren.

Acht Millionen Likes bei Facebook

Die dreijährige Katze mit Wohnsitz in Arizona hat inzwischen über acht Millionen Facebook-Likes. Sie steht vor Filmkameras, tritt in YouTube-Videos auf und wird zu Events eingeladen. Sie hat einen Manager und eine Website mit allen erdenklichen Verkaufsartikeln. Und nun hat sie auch einen Doppelgänger.

Das Abbild ist nicht aus Wachs, wie die typischen Star-Figuren bei Madame Tussauds. Schließlich soll sich Grumpy Cat bewegen und dem Ansturm der Besucher standhalten. Ein über 15-köpfiges Team bastelte vier Monate lang mit Fiberglas, Silikon, Elektronik und künstlichem Fell. Grumpy Cat kann den Kopf heben, blinzeln, mit den Ohren wackeln und sich ein wenig räkeln. Natürlich hängen die Mundwinkel wie bei dem lebendigen Vorbild stets nach unten.

„Sie wurde wie ein Star behandelt“, versichert Petra van der Meer. Die Produktionsmanagerin von Madame Tussauds kennt alle Schritte, vom ersten Foto-Shooting bis zum letzten Fell-Styling. Grumpy Cat wurde vermessen und fotografiert. Davon gibt es auch ein Video:

Die Augenfarbe muss stimmen, es wurden Haarproben genommen. „Wir haben sogar einen Pfotenabdruck in Wachs gemacht“, erzählt van der Meer. Die künstlichen Haare im Gesicht wurden einzeln angebracht. Rund vier Monate dauert es, bis sich Original und Modell perfekt gleichen.

„Das lässt sie alles völlig kalt“

Bleibt Grumpy Cat nach so viel Rummel noch mit den Pfoten auf dem Boden? „Schau sie an, das lässt sie alles völlig kalt“, versichert ihre Besitzerin. Grumpy Cat blickt stoisch mies in die Runde. „Sie ist ganz normal geblieben. Zu Hause liegt sie am liebsten unter dem Bett, und sie liebt es, uns mitten in der Nacht aufzuwecken, genau wie ihre drei Geschwister“, erzählt Bundesen. Auch Katzenbruder Pokey hat einen leichten Geburtsfehler, doch keiner reicht an Grumpy Cat heran.

Auf das Abbild von Grumpy Cat kommt nun eine anstrengende Zeit zu. Die Figur werde so aufgestellt, dass die Besucher Selfies mit der Katze machen können, erklärt van der Meer. Ein Sensor sendet Signale, so dass sich die Figur entsprechend bewegt. Nach mehreren Monaten in San Francisco soll die Attraktion in den fünf weiteren US-Standorten von Madame Tussauds gezeigt werden. „Eines Tages kommt sie bestimmt auch nach Berlin“, prophezeit van der Meer. (dpa)

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