Alicante –

Streit um Schatzschiff: Spanien strebt Einigung an

Alicante. Spanien will im Streit um den vermuteten Milliardenschatz im Wrack der Galeone „San José“ eine einvernehmliche Regelung mit Kolumbien finden. Außenminister José Manuel García-Margallo unterstrich aber zugleich, dass Madrid die Eigentumsrechte beanspruche. „Dies war ein staatliches Schiff, und es gehört dem Staat, unter dessen Flagge es fuhr“, sagte der Minister.

„Wir werden versuchen, (mit Kolumbien) ein freundschaftliches Übereinkommen zu schließen“, sagte García-Margallo. „Wenn das nicht gelingt, werden wir unsere Rechte geltend machen.“ Den Sensationsfund hatte Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos bekannt gegeben. Die „San José“ war im Juni 1708 vor der Karibikküste gesunken, nachdem sie von einem englischen Flottenverband angegriffen worden war. Das Schiff sollte Goldmünzen und Edelsteine aus den amerikanischen Kolonien nach Spanien bringen.

Auch aus den USA gibt es Forderungen: Die US-Firma Sea Search Armada, die das Wrack in den 80er-Jahren als Erste geortet haben will, verlange die Hälfte des Gewinns, sagte deren Anwalt Danilo Denis. Er berief sich auf ein Urteil des Obersten Gerichtshofes Kolumbiens 2007, wonach der Teil des Schatzes, der nicht zum kolumbianischen Kulturerbe zähle, mit dem US-Unternehmen zu teilen sei.

( dpa )

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