Zwischenfall

Mann wollte wohl auf Lufthansa-Flug die Außentür öffnen

Ein Mann ist laut Medien auf einem Lufthansa-Flug von Frankfurt nach Belgrad überwältigt worden. Er wollte wohl die Flugzeugtür öffnen.

Zwischenfall in der Luft: Ein Passagier versuchte laut Medienberichten in 10.000 Metern Höhe die Außentür einer Lufthansa-Maschine zu öffnen.

Zwischenfall in der Luft: Ein Passagier versuchte laut Medienberichten in 10.000 Metern Höhe die Außentür einer Lufthansa-Maschine zu öffnen.

Foto: Boris Roessler / dpa

Berlin.  Auf einem Lufthansa-Flug von Frankfurt am Main nach Belgrad hat am Sonntag ein möglicherweise verwirrter Mann in 11.000 Metern Höhe für einen Zwischenfall gesorgt. Als sich der Flieger über Österreich befand, habe er versucht, die Tür des Fliegers zu öffnen. Das berichteten serbische Medien übereinstimmend unter Berufung auf Mitreisende.

Als die Maschine Österreich passierte, soll der Passagier in den vorderen Reihen aufgesprungen sein. Dann habe er gegen die Cockpittür gehämmert und kurz darauf versucht, die Außentür des Fliegers aufzureißen. Er sei aber sofort von Mitreisenden und Crew-Mitgliedern überwältigt und auf seinem Sitz fixiert worden. Ein Lufthansa-Sprecher bestätigte den Vorfall der „Bild“-Zeitung.

Keine Gefährdung des Fliegers

Ein Lufthansa-Sprecher sagte auf Anfrage, der Mann habe an einer Tür zum Ein- und Ausstieg hantiert, die Passagiere nicht öffnen könnten. Er sei anschließend umgesetzt worden und habe sich dann ruhig verhalten, weshalb der Pilot den Flug fortgesetzt habe. Passagiere seien nicht in Gefahr gewesen.

Die Besatzung sowie Spieler der mitfliegenden serbischen Handball-Mannschaft Vojvodina hätten den Mann in der Business-Klasse ruhig halten können, bis er nach der Landung der Polizei übergeben wurde, hieß es in den Medienberichten. Die Maschine sei planmäßig um 12.45 Uhr in der serbischen Hauptstadt gelandet, die Crew habe den Vorfall nicht der Flugkontrolle gemeldet.

Andere Passagiere bemerkten Zwischenfall nicht

„Mein Eindruck war, dass der Mann psychisch nicht stabil war“, sagte Vojvodina-Präsident Milan Djukic dem lokalen TV-Sender in Novi Sad nach der Landung. Der Passagier habe während des Flugs wiederholt den Sitz gewechselt und mit ihm ein Gespräch begonnen. Der Zwischenfall sei von den übrigen Passagieren nicht bemerkt worden.

Die serbische Zeitung „Blic“ berichtete, dass es sich bei dem Mann um einen Jordanier mit amerikanischem Pass handle. (jha/dpa)

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