Terrorismus

Terror-Brüder Abdeslam waren Interpol vor Anschlag bekannt

Salah Abdeslam wird immer noch von der Polizei gesucht.

Salah Abdeslam wird immer noch von der Polizei gesucht.

Foto: HANDOUT / REUTERS

Das belgische Innenministerium bestätigt: Interpol verfügte schon vor den Pariser Terror-Akten über Daten über die Brüder Abdeslam.

Brüssel/London.  Der Pariser Selbstmordattentäter Brahim Abdeslam und sein flüchtiger Bruder Salah sind den Fahndern nach Angaben belgischer Medien schon länger bekannt gewesen. Bereits vor den Terroranschlägen in Paris am 13. November seien sie der internationalen Polizeibehörde Interpol und der EU-Polizeibehörde Europol gemeldet worden, berichteten belgische Medien am Samstag. Der Terrorverdächtige Salah Abdeslam ist weiter flüchtig.

Die belgischen Behörden hätten am 29. Oktober Interpol, Europol und dem Schengener Informationssystem (SIS) Daten über 837 Personen übermittelt, die als potentielle Dschihad-Kämpfer identifiziert worden seien, schrieb die Zeitungsgruppe „Sudpresse“.

Namen der Brüder Abdeslam an Sicherheitsbehörden weitergeleitet

Der belgische Innenminister Jan Jambon hatte am Mittwoch einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss gesagt, zwei der Namen auf der Liste stünden in Verbindung mit den Angriffen in Paris. Jambons Sprecher bestätigte der „Sudpresse“, dass die Namen der Brüder Abdeslam an Interpol, Europol und das SIS weitergeleitet worden seien.

Die französische Polizei hatte Salah Abdeslam am Tag nach den Terrorangriffen nahe der belgischen Grenze kontrolliert, aber nicht festgenommen.

Das britische „Wall Street Journal“ schrieb, dass Nachrichtendienste „mehrere Personen“ in Großbritannien identifiziert hätten, die Verbindungen zu dem getöteten mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud, gehabt hätten. Der „Guardian“ berichtete nach Angaben von Anti-Terror-Beamten, einer der mutmaßlichen Terroristen sei in den vergangenen Monaten nach London und Birmingham gereist. Bei den Angriffen in Paris hatte es am 13. November 130 Todesopfer gegeben. (dpa)

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