Werbung

Nach Eltern-Protesten zieht Smart einen Werbespot zurück

Ein Radiospot von Smart macht es offiziell: Den Weihnachtsmann gibt es nicht. Der Autohersteller entschuldigt sich bei erbosten Eltern.

Viele Kinder glauben an den Weihnachtsmann.

Viele Kinder glauben an den Weihnachtsmann.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Stuttgart.  Vielleicht ist es die beste Werbung, die sich die Daimler-Tochter Smart wünschen kann: Weil ein Radio-Werbespot für den Viersitzer Smart Forfour in der Lage sei, Kinderträume zu zerstören, hagelte es massive Eltern-Proteste. Die Daimler-AG entschied sich, die Werbung zurückzuziehen. Grund des Ärgernisses: Kinder sollen nicht aus der Werbung erfahren, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt.

Dabei war die Werbung eigentlich lustig gemeint. Bei einer Autofahrt: „Die Kinder haben Opa den Weihnachtsmann echt abgekauft“, sagt eine Mutter in dem Spot. „Ich wünschte, sie würden nie erfahren, dass es den Weihnachtsmann gar nicht gibt.“ Ungläubig fragen zwei Kinderstimmen: „Was?!“ In einem Smart, der eigentlich als Zweisitzer bekannt ist, können Fahrer und Beifahrer schon mal vergessen, dass die Kinder auf der Rückbank sitzen.

Eltern empören sich über Radio-Spot

Prompt hagelte es auf Facebook aufgebrachte Kommentare von empörten Eltern. „Kinder hören doch auch Radio. Die Illusion des Weihnachtsmannglaubens muss ja nicht unbedingt von einer Autowerbung genommen werden“, schreibt etwa eine Nutzerin auf der Facebook-Seite von Smart. Ein anderer postet wütend: „Dem Werber, der sich eure Radiowerbung zur Negierung des Weihnachtsmanns hat einfallen lassen, wünsche ich ein langes, freud- wie kinderloses Leben.“

Nach der Aufruhr um den Weihnachtsmann sei die Radiowerbung durch einen anderen Spot ersetzt worden, sagte ein Smart-Sprecher am Donnerstag. „Wir bedauern sehr, dass unser Radio-Spot bei den Hörern auf Ablehnung stößt. Bereits am Montag sei die Werbung gestoppt worden. Aus organisatorischen Gründen sei er danach noch auf einigen wenigen Sendern weiter gelaufen. (jkali/dpa)