Berlin –

Google fragt: „Wie viele Kalorien lagern in einem Supermarkt?“

Berlin. Ein Bewerber bei Apple wurde gefragt: „Wie viele Kinder werden jeden Tag weltweit geboren?“ Bei Google erwarten die Personaler ähnliches Wissen: „Wie viele Kalorien lagern in einem Supermarkt?“ Und bei Facebook: „Wie viel verlangen Sie dafür, jedes Fenster in Seattle zu putzen?“ Solche Fragen, die eigentlich niemand ernsthaft beantworten kann, sind seit einiger Zeit Standard in großen Unternehmen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Stellenportals Glassdoor. Die haben ihre Mitglieder nach den bösartigsten Bewerbungsgesprächen gefragt und die Antworten aufgelistet. Herausgekommen ist eine Liste, die jeden Bewerber garantiert ins Schwitzen bringt.

Dabei können sich Jobsuchende auch auf solche Fragen vorbereiten, sagt Jürgen Hesse, einer von Deutschlands renommiertesten Bewerbungscoaches. In der Tat sieht er darin einen neuen Trend bei Bewerbungsgesprächen in großen Unternehmen. „Sie wollen den zukünftigen Mitarbeiter herausfordern“, sagt er, „und sehen, wie er mit unerwarteten Situationen fertigwird.“ Die sogenannte fluide Intelligenz sei da gefragt. Also muss man nicht die richtige Antwort auf die Frage „Ist Batman ein Superheld?“ wissen, sondern schlagfertig sein und sich mit dem gestellten Problem beschäftigen, Interesse zeigen. „Es ist wie eine Miniverhaltensprüfung.“ Er rät dazu, die Ruhe zu bewahren, vor allem bei offenen Fragen, wie: „Erzählen Sie uns einmal eine Geschichte.“ Der Trick sei dann, nicht zu nervös zu werden, nicht zu viel Privates zu verraten – und trotzdem Charme zu versprühen. Auf die Frage „Wie viel wiegt eine Boeing 747?“, könne man zum Beispiel zurückfragen: „Mit oder ohne Passagiere und Koffer?“

( sök )

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