Weltrekord

14-Jähriger löst Zauberwürfel in unter fünf Sekunden

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Unter fünf Sekunden: Lucas Etter bricht mit diesem Versuch den Weltrekord mit Rubiks Würfel.

Unter fünf Sekunden: Lucas Etter bricht mit diesem Versuch den Weltrekord mit Rubiks Würfel.

Foto: Youtube.com/lucascube / FMG

Zigtausende Menschen haben ihren Zauberwürfel irgendwann genervt in die Ecke geworfen. Ein Junge löst ihn in unter fünf Sekunden.

Clarksville/Berlin.  1982 war es noch ein Rekord, den Zauberwürfel in 19 Sekunden zu lösen. Heute dauert es keine fünf Sekunden mehr: Der 14-jährige Lucas Etter hat in den USA gerade einen neuen Weltrekord aufgestellt. Er löste Rubiks Würfel bei einem Wettkampf in Maryland in nur 4,9 Sekunden. Und es geht noch schneller, glaubt der beste deutsche Speed-Cuber, wie die Sportler genannt werden.

Das Verrückte: Bei dem Wettbewerb hatte gerade ein anderer gefeiert: Keaton Ellis hatte den Würfel in 5,09 Sekunden in seine Ausgangsposition zurückgedreht, in der Halle wurde der neue Weltrekord gefeiert. Dann kam Lucas Etter und ließ die Hände fliegen.

Bester Deutscher auf Rang Elf

Die Rangliste wird nun von drei Amerikanern angeführt. Bester Deutscher ist Cornelius Dieckmann, der im Sommer bei den offenen amerikanischen Meisterschaften Zweiter vor dem neuen Weltrekordhalter geworden ist. Mit seiner Bestzeit von 5,88 Sekunden liegt er weltweit auf Platz Elf, seine Bestzeit hat er erst Mitte November aufgestellt. Auf dem Video des persönlichen Rekords sind Würfel und Fingerfertigkeit deutlich besser zu erkennen als auf den Aufnahmen des Weltrekords.

Zu unserer Redaktion sagte Dieckmann, dass die Zeit noch weiter verbessert werden könnte. Es sei möglich, den Würfel in unter vier Sekunden zu lösen. „Es ist – Achtung, Wortspiel – nur eine Frage der Zeit.“

Nicht nur Können und Geschick, sondern auch Glück sind wichtig. Bei Einzelrekorden – wie bei Lucas Etter – spiele auch Glück eine Rolle spielen. „Er konnte den letzten Schritt seiner Lösungsmethode überspringen. Es hätte ihn sonst so ein bis anderthalb Sekunden mehr gekostet“, sagte Dieckmann. „Der Zufall hat einfach im richtigen Moment mitgespielt. Das schmälert aber nicht seine Leistung.“

So funktioniert das Speedcubing

Die Regeln bei Wettbewerben besagen, dass die Würfel von den Schiedsrichtern kontrolliert verdreht werden. Anschließend darf der sogenannte Speedcuber den Würfel 15 Sekunden lang in die Hand nehmen und inspizieren. Die Lösungszeit beginnt erst, nachdem der Würfel und die Hände einmal komplett auf dem Tisch abgelegt wurden. Sobald die Hände wieder vom Tisch abgehoben werden, startet die Zeit. Von dem Würfel gibt es inzwischen verschiedene Modelle, die sich auch deutlich leichter drehen lassen als das Original.

Im englischsprachigen Forum Speedsolving wird mittlerweile heiß diskutiert, ob durch den neuen Rekord ein neuer Zauberwürfel-Hype ausgelöst wird. Einige User sind sich sicher, dass nun zahlreiche Menschen losziehen werden, um sich einen Würfel zu kaufen. Ähnliches sei bereits gewesen, als Will Smith im Film „Das Streben nach Glück“ den Zauberwürfel glühen ließ.

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