Spectre

Indiens Kino-Zensoren entschärfen James Bonds Kuss-Szenen

Kuss-Szenen sind in James-Bond-Filmen unverzichtbar. Indische Kinobesucher müssen sich allerdings mit gekürzten Versionen begnügen.

James-Bond-Darsteller Daniel Craig mit seinem Kino-Partnerinen Lea Seydoux (l.) und Monica Bellucci, die er auf der Leinwand ausgiebig küsst. Die Inder dürfen nur eine entschärfte Fassung sehen.

James-Bond-Darsteller Daniel Craig mit seinem Kino-Partnerinen Lea Seydoux (l.) und Monica Bellucci, die er auf der Leinwand ausgiebig küsst. Die Inder dürfen nur eine entschärfte Fassung sehen.

Foto: REUTERS / LUKE MACGREGOR / REUTERS

Mumbai.  Frauenheld James Bond wird brav – jedenfalls in Indien. Die biederen Film-Zensoren des Landes haben die Küsse im jüngsten James-Bond-Film „Spectre“ gekürzt.

Die Knutschszenen seien „zu ausschweifend“, begründete das zuständige Gremium seine Entscheidung laut der Zeitung „Times of India“. Die Zeitung titelt, in Indien habe James Bond „nur die halbe Lizenz zum Küssen“. Der Agententhriller läuft am Freitag auf dem Subkontinent an. Bond-Darsteller Daniel Craig angelt sich darin mit Léa Seydoux und Monica Bellucci gleich zwei attraktive Film-Partnerinnen.

Bis vor einigen Jahren wurden Küsse in indischen Bollywood-Filmen kaum gezeigt. Oft gab es einen Schnitt kurz bevor sich die Lippen berührten - oft wurden stattdessen zwei sich zuneigende Blumen gezeigt.

„Spectre“ in Deutschland und USA ein Kassenhit

In Deutschland nimmt „Spectre“ rund zwei Wochen nach dem Kinostart bereits Kurs auf die Marke von vier Millionen Zuschauern. Allein am vorigen Wochenende verzeichnete der Film mehr als 1,3 Millionen Besucher und behauptete souverän den Spitzenplatz der offiziellen deutschen Kinocharts. Insgesamt haben bereits 3,8 Millionen Fans den Agententhriller gesehen, wie Media Control berichtete.

Auch in den USA lag „Spectre“ zumindest am vergangenen Wochenende vorn in der Kino-Liste. Der Film spielte nach Angaben des Branchendienstes Boxoffice Mojo am Samstag und Sonntag 35,4 Millionen Dollar (rund 33 Millionen Euro) ein. Auf dem zweiten Platz folgt in USA übrigens „Die Peanuts – Der Film“. In dem Streifen sollen sich die Kuss-Szenen übrigens in Grenzen halten. (W.B./dpa)

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