Terror

Französische Polizei sucht nach einem flüchtigen Attentäter

Die Ermittler haben internationalen Haftbefehl erlassen. Ein 26-Jähriger ist auf der Flucht. Sein Bruder war einer der Attentäter.

Die französische Polizei sucht nach Abdeslam Salah (26).

Die französische Polizei sucht nach Abdeslam Salah (26).

Foto: Facebook / Police National

Paris.  Die französischen Behörden sind bei den Ermittlungen auf drei Brüder gestoßen. Nach einem der Männer sucht die Polizei mit einem internationalen Haftbefehl. Sie veröffentlichte das Fahndungsfoto unter anderem auf Twitter.

Er handelt sich um Abdeslam Salah, geboren 1989. Er ist demnach 1,75 Meter groß und hat braune Augen. Der 26-Jährige ist Franzose mit Wohnsitz in Belgien. Die Polizei hatte ihn bereits am Freitag bei einer Personenkontrolle überprüft, dann aber wieder freigelassen. Zu diesem Zeitpunkt war den Ermittlern nicht klar, dass er mit den Attentaten in Verbindung stehen könnte. Auch war sein Verwandtschaftsverhältnis zu einem der Attentäter in Paris nicht bekannt.

Einer der drei Brüder sprengte sich im Bataclan in die Luft

Laut der französischen Zeitung „Le Monde“ ist einer der drei Brüder tot. Er sprengte sich demnach während der Attentate in der Nacht zu Samstag in Paris in die Luft. Der Mann soll das zweite Auto gemietet haben, das an den Anschlägen beteiligt war. Es handelt sich um einen schwarzen Seat, der noch in Paris gefunden wurde. Der Mann soll ebenfalls Franzose mit Wohnsitz in Belgien gewesen sein. Die Zeitung „Le Figaro“ schreibt, der Mann sei einer der Attentäter, die für die 89 Toten in der Konzerthalle Bataclan verantwortlich sind, er sei von der Polizei identifiziert worden. Von den vier Attentätern in der Halle hatten sich drei mit Sprengstoffgürteln selbst getötet.

Der dritte Bruder wurde laut „Le Figaro“ am Samstag in Belgien verhört. Die belgische Polizei verdächtigte ihn, den schwarzen Polo gemietet zu haben, der bereits am Samstag vor dem Konzertsaal Bataclan in Paris sichergestellt wurde. Ihm konnte keine Verbindung zu den Attentaten nachgewiesen werden, er wurde freigelassen.

Bereits zuvor hatten die französischen Behörden erklärt, dass einem Terrorkommando die Flucht gelungen sein könnte. In Montreuil, östlich von Paris, war am Sonntag ein schwarzer Seat gefunden worden. Er soll von den Attentätern genutzt worden sein, als sie vor mehreren Cafés und Restaurants wahllos Menschen erschossen. In dem Auto hatte die Polizei drei Kalaschnikows entdeckt. Diese Sturmgewehre hatten die Terroristen bei den Überfällen in Paris verwendet.