Berlin –

Frühlingshafte Temperaturen im November keine Seltenheit

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Petra Koruhn

Berlin.  24 Grad am Oberrhein, 19 Grad noch spätabends um 23 Uhr – diese Temperaturen, die Deutschland in den vergangenen Tagen in einen Spätsommerrausch schickten, gelten selbst bei zur Nüchternheit neigenden Wissenschaftlern als „extrem“. Und schon steht die Frage nach einem Rekordnovember im Raum. Das müsse sich erst zeigen, sagt TV-Meteorologin Claudia Kleinert. Der Monat sei ja noch nicht vorüber.

Ihr Kollege, TV-Moderator Donald Bäcker, weist darauf hin, dass es sich Montag bereits abgekühlt habe: Am warmen Oberrhein wurden gestern „nur“ 16 Grad gemessen. Da habe es wärmere Novemberanfänge gegeben: 2010 lagen die Temperaturen in der Monatsmitte um 18 Grad, im Jahr 1968 wurden am 1. November sogar 20,5 Grad gemessen, so Bäcker. „Auch 1981 waren es 15,8 Grad am 21. November.“ Als „normal“ gilt eine Temperatur von etwa acht Grad im November.

Noch bleibe es warm, doch „Richtung Wochenende wird sich das Wetter drehen.“ Bäcker prophezeit für einen Großteil Deutschlands einen grauen Sonnabend mit Temperaturen zwischen sieben und acht Grad. Dazu kann es nieseln. „In der kommenden Woche wird es wieder milder.“ Grund für die Wärme, die Lust auf Gartenarbeit oder Spaziergänge machte, sei das stabile Hoch über Mitteleuropa, das von Spanien aus heiße Luft zu uns herüberschickte. „Der heftige Wind führte dann dazu, dass auch der Boden warm wurde“, erklärt Bäcker. Warum das passiert? Klimawandel? „Zufall!“

Auch wenn milde Novembertage nicht außergewöhnlich seien, die jetzt so warmen Nächte sind es schon: „In den anderen warmen Jahren war es zwar tagsüber warm, aber nachts hatten wir Frost“, sagt Claudia Kleinert. Eigentlich mag sie den dunklen November nicht. Jetzt aber sei sie in bester Stimmung. Nicht nur sie, denn die Seele profitiere vom vielen Licht, sagen Ärzte.

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