Zoo

Loch im Zaun – Erschlugen Zoo-Einbrecher Seelöwin Holly?

Seelöwin "Holly" (links) mit einem Jungtier im Jahr 2011

Seelöwin "Holly" (links) mit einem Jungtier im Jahr 2011

Foto: Roland Weihrauch / dpa

Wie starb Seelöwin Holly? Das Tier lag am Freitag erschlagen im Gehege des Dortmunder Zoos – und die Polizei fand ein Loch im Zaun.

Dortmund.  Schreckliche Entdeckung am Morgen: Mitarbeiter des Dortmunder Zoos in Nordrhein-Westfalen haben am Freitag Seelöwin Holly tot in ihrem Gehege gefunden. Das 21-jährige Tier hatte laut Polizei eine Wunde am Schädel. Eine Obduktion gab Hinweise auf ein mögliches Fremdverschulden.

Schlag auf den Kopf und fehlende Zähne

Zooangestellte hatten Holly gegen 8.45 Uhr kurz vor Öffnung des Zoos entdeckt. Aber ihre Hilfe kam zu spät – Holly war schon tot. Die Zootierärztin obduzierte das Säugetier und stellte fest: Das Tier starb an starker Gewalteinwirkung auf den Schädel. Zudem fehlten drei Zähne. Die Medizinerin schließt einen stressbedingten Tod nach einer möglichen Misshandlung daher nicht aus.

Mitarbeiter fanden nachher in der Nähe des Geheges ein Loch im Zoo-Zaun. Möglicherweise haben sich Unbekannte in der Nacht zuvor Zutritt zum Zoo verschafft, vermutet die Polizei.

Nun leben nur noch vier Seelöwen im Dortmunder Zoo

Nach dem Tod von Seelöwen-Bullen Pedro, der im Juni eingeschläfert werden musste, bleibt als „altes Eisen“ jetzt nur noch Iva (21). Zudem leben zwei sechsjährige Seelöwen und ein Baby im Gehege. Eine Anzeige wurde erstattet. Die Polizei hat die Ermittlungen übernommen. Zoo, Stadt Dortmund und Polizei suchen nun nach Zeugen. (we)

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