Türkei

Teefirma muss für Ayran-Beleidigung 70.000 Euro zahlen

Das türkische Joghurtgetränk Ayran war jetzt Thema in einem TV-Spot (Symbolbild).

Das türkische Joghurtgetränk Ayran war jetzt Thema in einem TV-Spot (Symbolbild).

Foto: pr

In einem Werbespot hat eine Teefirma einen abfälligen Spruch über das türkische Getränk Ayran gemacht. Das blieb nicht ohne Folgen.

Berlin.  Bei Ayran versteht die Türkei offenbar keinen Spaß. Wegen eines Werbespots mit angeblich abfälligen Bemerkungen über das türkische „Nationalgetränk“ Ayran ist ein staatliches Tee-Unternehmen in der Türkei laut Medienberichten zu einer saftigen Geldstrafe verdonnert worden.

Die Teefirma Caykur wollte für ihren Eistee namens „Didi“ einen hippen Werbespot mit einem coolen Rapper produzieren. Die Wahl fiel auf Ceza. Der Türke ist in der Rapszene erfolgreich unterwegs und arbeitete bereits mit deutschen Musikern wie Eko Fresh oder Samy Deluxe zusammen.

Präsident Erdogan verlieh Ayran Status eines Nationalgetränks

In dem besagten Werbefilm rappt Ceza unter anderem: „Ich habe Ayran getrunken, das hat mich einschlafen lassen“. Dieser Satz sorgte nun für ordentlich Ärger, wie die Zeitung Hürriyet (englische Ausgabe) berichtet.

Das türkische Handelsministerium verurteilte die Firma Caykur zu einer Geldstrafe von 220.000 Lira, umgerechnet 70.250 Euro. In dem Spot sei das Joghurtgetränk „Ayran grundlos beleidigt“ worden. Die Aussage sei „unfair“ gegenüber Firmen, die Ayran vertreiben. Und Konsumenten werde die „schlechte Botschaft“ vermittelt, dass sie weniger davon trinken sollten.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte 2013 das aus Joghurt und Wasser hergestellte Getränk in den Rang eines „Nationalgetränks“ erhoben. Erdoğan will, dass die Türken mehr Ayran und weniger Alkohol trinken. (jha)

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