Not-OP

Ärzte operieren Bandwurm aus dem Gehirn eines Studenten

Eine Gehirn-OP in einem deutschen Operationssaal: In den USA haben Ärzte einem Studenten einen Bandwurm aus dem Gehirn operiert und ihm damit das Leben gerettet.

Eine Gehirn-OP in einem deutschen Operationssaal: In den USA haben Ärzte einem Studenten einen Bandwurm aus dem Gehirn operiert und ihm damit das Leben gerettet.

Foto: National Geographic Channels / obs

Als Ärzte einen Mann in Kalifornien untersuchten, entdeckten sie einen Bandwurm im Gehirn. Wie er dorthin gelangte, ist nicht klar.

Napa.  Luis Ortiz litt unter so entsetzlichen Kopfschmerzen, dass seine Eltern ihren Sohn ins Krankenhaus brachten – verwirrt und apathisch. Was die Ärzte in der Mayo Clinic im kalifornischen Napa im Gehirn des 26-Jährigen fanden, ist zumindest in diesem Teil des Körpers äußerst selten: ein Bandwurm. „Sie haben mir gesagt: Wir müssen Dich sofort operieren, Du hast noch eine halbe Stunde“, sagte Ortiz mehreren US-Medien.

Nach der Not-OP, die sein Leben rettete, konnte sich Ortiz den Bandwurm in einem Glas ansehen. Die Operateure entfernten ihn lebendig. Der Wurm verursachte eine knapp einen Zentimeter große Zyste, die die Blutbahn bereits fast komplett verschlossen hatte – daher die Kopfschmerzen.

In den USA haben 1000 Menschen im Jahr Bandwurm

„Er hatte wirklich Glück, dass er rechtzeitig kam“, sagte Operateur Soren Singel. Ortiz sagte einer lokalen Tageszeitung: „Als sie mir das Teil nach der Operation gezeigt haben, dachte ich – das war in mir drin? Es sah wirklich eklig aus.“

Nach Angaben der Klinik habe es sich bei Ortiz’ Fall möglicherweise um eine Larve gehandelt, die sich bis ins Gehirn vorgearbeitet habe. In anderen Berichten war die Rede davon, es habe sich um ein ausgewachsenes Exemplar gehandelt.

Wenn Bandwürmer den Menschen infizieren, landen und bleiben sie oft im Darmtrakt und werden medikamentös behandelt. Pro Jahr stecken sich in den USA etwa 1000 Menschen vor allem über das Essen an. In manchen Fällen wandern die Würmer durch den Körper, etwa in Leber oder Niere – aber nach Angaben von Medizinern äußerst selten bis ins Gehirn. (dpa)

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