Flugzeugabsturz

Putin ordnet Einstellung russischer Flüge nach Ägypten an

Vorerst werden keine russischen Passagierflugzeuge mehr in Richtung Ägypten abheben.

Vorerst werden keine russischen Passagierflugzeuge mehr in Richtung Ägypten abheben.

Foto: Dmitriy Petrochenko / dpa

Russland hat Flüge nach Ägypten eingestellt. Außerdem forciert Präsident Putin den Rücktransport aller Russen aus dem Urlaubsland.

Moskau.  Wegen des Flugzeugunglücks mit 224 Toten in Ägypten stellt nun auch Russland seine Flüge in das Urlaubsland ein. Präsident Wladimir Putin habe die Regierung angewiesen, einen entsprechenden Vorschlag des Inlandsgeheimdienstes FSB umzusetzen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag in Moskau. Zudem sollten die Behörden den Rücktransport russischer Reisender aus Ägypten organisieren, sagte Peskow. Behördenangaben zufolge befinden sich derzeit 45 000 Russen in Ägypten.

Zuvor hatte FSB-Chef Alexander Bortnikow einen Stopp der russischen Flugverbindungen in das Land am Nil vorgeschlagen. „Bis die wirklichen Gründe für die Vorgänge geklärt sind, halte ich es für nützlich, die russischen Flüge nach Ägypten einzustellen“, sagte er der Agentur Interfax zufolge. „Wir brauchen absolut objektive und bestätigte Daten über die Ursache der Katastrophe“, betonte der Geheimdienstchef.

Briten halten Terroranschlag für wahrscheinlich

Großbritannien hält einen Terroranschlag auf den russischen Ferienflieger der Gesellschaft Kolavia am vergangenen Samstag für wahrscheinlich. Die Behörden in Moskau und Kairo haben sich bislang nicht festgelegt. Bortnikow sagte, die Ermittler sollten sich für die Untersuchungen so viel Zeit wie nötig nehmen.

Der russische Zivilschutzchef Wladimir Putschkow sagte, Helfer hätten am Absturzort alle notwendigen Proben von Trümmerteilen gesammelt und für eine Prüfung nach Moskau geschickt. „Die Proben stammen von allen Elementen, an denen Spuren von Sprengstoff sein könnten“, sagte er.

Es gebe bisher keine Reisewarnung für russische Urlauber, teilte die Tourismusbehörde in Moskau mit. „So etwas kann nur das Außenministerium erlassen“, sagte Leiter Oleg Safonow. (dpa)

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