Islamabad

22 Todesopfer bei Fabrikeinsturz in Pakistan

Islamabad.  Bei dem Einsturz eines Fabrikgebäudes in Pakistan sind mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Unter den Arbeitern sollen auch Kinder gewesen sein, wie Medien berichteten. Die Bergungsarbeiten in der Stadt Lahore dauern noch an. Helfer von zivilen Einrichtungen und Militär räumten mit schwerem Gerät Betonbrocken und Geröll zur Seite. Mindestens zwei Dutzend weitere Fabrikarbeiter werden noch vermisst. Mehr als 100 Verletzte wurden in zwei Krankenhäuser gebracht.

Das Gebäude, in dem Plastiktüten hergestellt wurden, war am Mittwoch eingestürzt und hatte die Arbeiter der Abendschicht unter sich begraben. Darunter sollen auch 14- bis 16-Jährige gewesen sein.

Das Unglück könnte möglicherweise auf Fahrlässigkeit des Besitzers zurückgehen: Fabrikarbeiter sagten pakistanischen Fernsehsendern, dass nach dem schweren Erdbeben vor elf Tagen Risse in den Wänden aufgetaucht seien. Trotzdem seien Bauarbeiten an einem weiteren Stockwerk fortgesetzt worden. Medien berichteten, der Besitzer der Fabrik sei verhaftet worden. Nach 16 Stunden Arbeit installierten die Rettungskräfte elektronische Sensoren. Sie sollen helfen, Lebenszeichen von Vermissten zu orten. Die Behörden fürchten, dass die Zahl der Toten weiter steigt.

( dpa )

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