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Foo Fighters spielen nach Video-Aufruf Konzert in Cesena

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Die Foo Fighters bei einem Konzert. Im Hintergrund ein Bild der Aktion, die Auslöser für ihr Gastspiel im italienischen Cesena ist.

Die Foo Fighters bei einem Konzert. Im Hintergrund ein Bild der Aktion, die Auslöser für ihr Gastspiel im italienischen Cesena ist.

Foto: Rockin`1000/Twitter

Drei Monate nach einem Video gibt es die Belohnung für die Macher aus Italien: Die Foo Fighters spielen an diesem Dienstag ihr Konzert.

Cesena.  Ihr Video sorgte weltweit für Begeisterung: 1000 Musiker spielen gemeinsam den Song „Learn to fly“ der Foo Fighters. Das Ziel: die Band nach Italien locken. Drei Monate später ist es soweit. Die Foo Fighters treten tatsächlich in Cesena auf.

Dabei hatte Fabio Zaffagnini am Anfang selbst kaum an den Erfolg seiner Aktion geglaubt. „Ich wollte vor allem etwas Großes, Schönes realisieren“, sagte der Organisator der Aktion „Rockin’1000“. Vor drei Monaten begeisterte sie Musik-Fans in aller Welt: 1000 Musiker aus ganz Italien versammelte Zaffagnini mit seinem Team auf einem Feld im norditalienischen Cesena, gemeinsam spielten sie den Hit „Learn to Fly“ der US-Rockband. Das Video davon mit der Botschaft an die Band ging schnell um die Welt.

Ihr Traum, die Band für ein Konzert nach Cesena zu holen, wird nun wahr. Am Dienstagabend treten die Foo Fighters in der norditalienischen Stadt auf. Organisator Zaffagnini ist immer noch überwältigt. „Klar war es ein Traum, die Foo Fighters nach Cesena zu holen, aber das geht über jede Vorstellung hinaus“, sagte er. Das Konzert will er nun voll auskosten. „Ich werde es umgeben von den Menschen genießen, die mit mir an diesem Projekt gearbeitet haben, die dieses Wunder möglich gemacht haben.“

Warum das Video die fünf US-Amerikaner zu einer Zusage bewegte, ist nicht schwer zu erraten. Hunderte Schlagzeuger trommeln im Takt, Gitarristen geben alles, Sänger grölen ins Mikrofon. Der Auftritt der „Rockin’1000“ sorgt für Gänsehaut. Am Ende wendet sich Organisator Fabio an die Foo Fighters: „Italien ist ein Land, wo Träume nicht einfach so wahr werden, aber es ist ein Land von Leidenschaft und Kreativität. Was wir hier geschafft haben, ist ein großes Wunder.“

Dass die Band dann so reagierte, ist vielleicht kein Wunder: Wenn von einer Band zu erwarten gewesen wäre, dass sie auf eine solche Aktion so antwortet, dann von den Foo Fighters. Sänger Dave Grohl hatte unlängst auch Furore gemacht, als er sich ein Bein beim Sturz von der Bühne brach – und nach kurzem Krankenhausaufenthalt das Konzert fortsetzte.

Initiator: „Ich wollte etwas Verrücktes machen“

Begonnen hatte für „Rockin’1000“ alles mit einer verrückten Idee, die dann immer mehr Formen annahm. „Die eigentliche Idee hatte ich aus Spaß, ich wollte etwas Verrücktes, etwas nicht Konventionelles machen und damit etwas eigentlich Unmögliches erreichen“, sagte Zaffagnini. „Und dafür braucht man ein sehr originelles Projekt, damit die ganze Welt über uns spricht.“

Der 39 Jahre alte Geologe trommelte ein Team aus Experten zusammen, sammelte im Internet Spenden und suchte Musiker, die sich mit einem Video bewerben konnten. Über ein Jahr später war es soweit: Aus ganz Italien reisten die Musiker nach Cesena, nahmen mit ihren Instrumenten auf einem Feld Aufstellung. „Wir haben zwei Proben gemacht und dann war es eigentlich schon perfekt“, sagte Zaffagnini. „Das war einer der schönsten Momente überhaupt, weil die Unsicherheit weg war. Es hätte auch großer Lärm sein können, aber es klang wirklich toll.“

Band hatte binnen 24 Stunden reagiert

Als dann das Video online war, vergingen nicht einmal 24 Stunden, bis es die Band postete, verbunden mit der so schlichten wie für die Macher des Videos begeisternden Botschaft: „Wir sehen uns bald, Cesena. Dave.“ Und das als kleine Verbeugung auch noch auf italienisch geschrieben.

In Deutschland spielt die Band im Rahmen ihrer Europatournee auch zwei Konzerte: am Freitag in Köln und am Sonntag in Berlin. (dpa)

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