Washington

Offenbar Wrack von gesunkenem Frachter „El Faro“ entdeckt

Washington. Die US-Marine hat offenbar das Wrack des vor mehr als vier Wochen vor den Bahamas verschollenen Frachters „El Faro“ gefunden. Wie die US-Verkehrssicherheitsbehörde NTSB mitteilte, entdeckte die Besatzung des Hochseeschleppers „Apache“ mit einem Sonargerät ein Wrack in einer Tiefe von mehr als 4500 Metern.

Nun soll das Wrack mit einem ferngesteuerten Unterwasserfahrzeug genauer untersucht werden. Die Arbeiten könnten bis zu zwei Wochen dauern. Wegen der Tiefe von 4500 Metern soll das Schiff allerdings nicht geborgen werden.

Am 1. Oktober geriet „El Faro“ mit 33 Menschen an Bord vor der Küste der Bahamas in den Hurrikan „Joaquín“. Der Frachter war auf dem Weg von Florida nach Puerto Rico. Die Besatzung hatte eindringendes Wasser gemeldet, anschließend geriet das Schiff in Schräglage. An Bord befanden sich 28 US-Bürger und fünf Polen. Eine Woche später beendete die Küstenwache die Suche nach Überlebenden.

Hurrikan „Joaquín“ fegte mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 215 Stundenkilometern über die Bahamas und ließ zahlreiche Häuser einstürzen. Ausläufer des Sturms sorgten in South Carolina für schwere Überschwemmungen, Hunderte Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.

( rtr )