Fort Bragg

US-Soldat geht an Halloween als Selbstmordattentäter

An einem US-amerikanischen Militärstützpunkt wurde am Samstag Alarm ausgelöst. Ein Soldat hatte sich einen makaberen Scherz erlaubt.

Auf dem Militärstützpunkt Fort Bragg hat ein Soldat mit einem Kostüm für einen Bombenalarm gesorgt.

Auf dem Militärstützpunkt Fort Bragg hat ein Soldat mit einem Kostüm für einen Bombenalarm gesorgt.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Fort Bragg.  Auf dem US-Militärstützpunkt Fort Bragg im Bundesstaat North Carolina musste am Samstag aus Sicherheitsgründen ein Wachposten geschlossen werden. Weitere Teile des Stützpunktes wurden zeitweise evakuiert. Der Auslöser für die Sicherheitsmaßnahmen war das Kostüm eines Soldaten. Dieser war zu Halloween im Kostüm eines Selbstmordattentäters erschienen.

Wie das Militärmagazin „Military.com“ berichtete, trug der Soldat eine täuschend echte Sprengstoffweste, als er sich einem der Kontrollposten von Fort Bragg näherte. Bombenexperten seien sofort dorthin geschickt worden, heißt es in dem Bericht. Weitere Teile des Stützpunktes wurden abgeriegelt.

Stützpunkt reagiert auf Vorfall

Auf der Facebook-Seite des Stützpunktes ist seit Sonntag eine Meldung zu lesen, die darauf hinweist, dass Kostüme wie das eines Selbstmordattentäters nicht erwünscht seien. Zudem seien alle Mitarbeiter und Bewohner von Fort Bragg bereits vor den Halloween-Feierlichkeiten am vergangenen Wochenende über angemessenes Verhalten aufgeklärt worden. Dazu gehöre auch der Verzicht auf kritische Verkleidungen.

Ein erster Beitrag auf der Facebook-Seite war von den Betreibern gelöscht worden, weil die Diskussion über den Vorfall aus dem Ruder gelaufen war. Die Leitung des Stützpunktes wies darauf hin, dass das Halloween-Fest in Fort Bragg ein Familienfest sei. Dazu hatte der Stützpunkt auch einen Leitfaden für Familien und deren Kinder herausgegeben, der unter anderem auch die offiziellen Feierlichkeiten ankündigte.

Verkleidung weckt Erinnerungen an Schießerei

Der aktuelle Vorfall hatte auch deshalb zu Diskussionen geführt, weil er Erinnerungen an das Jahr 2012 weckte. Damals hatte ein Soldat in Fort Bragg seinen vorgesetzten Offizier getötet und einen weiteren Kameraden verletzt. Danach hatte der Schütze seine Waffe gegen sich selbst gerichtet und war später seinen Verletzungen erlegen.