Autobahn A4

Fünfjähriger stirbt bei schwerem Busunfall nahe Erfurt

Ein Bus mit 59 Kindern ist am Freitagnachmittag auf der A4 umgestürzt. Ein Kind starb, mehrere sind laut Polizei schwer verletzt.

Feuerwehrleute und Polizisten kümmerten sich um die Kinder aus dem Unglücksbus: Ein Fünfjähriger starb, sieben weitere Kinder erlitten schwere Verletzungen.

Feuerwehrleute und Polizisten kümmerten sich um die Kinder aus dem Unglücksbus: Ein Fünfjähriger starb, sieben weitere Kinder erlitten schwere Verletzungen.

Foto: Paul-Philipp Braun

Erfurt.  Bei dem schweren Reisebus-Unfall auf der A4 nahe Erfurt ist ein fünfjähriges Kind ums Leben gekommen. Es gab zahlreiche Verletzte und einige Schwerverletzte, als am Freitagnachmittag ein Reisebus mit 59 Kindern und Jugendlichen und sieben Erwachsenen umstürzte, teilte die Polizei mit. Rettungskräfte seien im Einsatz.

Der Bus stammt laut Polizei aus Ried in Oberösterreich und war in Richtung Dresden unterwegs, als er bei einem Überholmanöververunglückte. Nach Informationen der „Thüringer Allgemeine“ (TA) hatte der Bus wenige Hundert Meter vor der Abfahrt Eichelborn (Vieselbach) einen Lastwagen überholt und war beim Einscheren auf die rechte Spur von der Fahrbahn abgekommen. Er fuhr eine Böschung hinauf und stürzte dann neben dem Standstreifen der Autobahn um.

In dem Bus sei eine Reisegruppe aus aus der Erzgebirgsstadt Annaberg-Buchholz in Sachsen gewesen. Entsprechende Berichte von MDR und Radio Dresden bestätigte am Freitag der Schulleiter der Evangelischen Schulgemeinschaft Erzgebirge, Holger Schieck. „Wir wissen noch gar nicht, wie viele unserer Schüler verletzt sind“, sagte Schieck. Nach Angaben der TA kamen die Kinder und Jugendlichen von einer Sprachreise in England zurück.

Eltern hatten Kind von Sprachreise abgeholt

Die Feuerwehr sprach laut TA am Abend von zwei Kindern mit schwersten Verletzungen, die in Lebensgefahr schweben. Fünf weitere seien schwer und acht leicht verletzt. Sie wurden den Angaben zufolge in Krankenhäuser in Erfurt, Jena und Weimar gebracht. Drei Hubschrauber waren laut Polizei im Einsatz. Die transportfähigen Kinder und Erwachsene seien in eine Feuerwache in Erfurt gebracht worden. Dafür habe die Polizei einen Bus genutzt, der im Umfallstau zum Halten gekommen war.

Die Eltern des verstorbenen Kindes sollen auch im Bus gewesen sein. Sie hatten offenbar gemeinsam ein älteres Geschwisterkind abgeholt,das mit auf der Sprachreise war.

Laut mdr liegt die Unfallstelle etwa 100 Meter vor der Ausfahrt Erfurt-Vieselbach. Alle Zufahrtsstraßen zur Autobahn von Erfurt aus waren nach dem schweren Unglück schnell dicht. Die A4 ist in Richtung Dresden weiterhin zwischen den Anschlussstellen Erfurt Ost und Vieselbach (Eichelborn) voll gesperrt. Auch die gegenüberliegende Autobahnseite musste als Einsatzort für Rettungskräfte großräumig abgesperrt werden.