Steinschlag

Deutsche Urlauberin stirbt in Teneriffas „Höllenschlucht“

Eine Urlauberin aus Deutschland ist durch einen Steinschlag auf Teneriffa getötet wurden. Es ist nicht das erste Unglück dieser Art.

Der Wanderweg in der „Höllenschlucht“ auf Teneriffa, auf dem die Deutsche starb.

Der Wanderweg in der „Höllenschlucht“ auf Teneriffa, auf dem die Deutsche starb.

Foto: imago/blickwinkel

Madrid.  Eine deutsche Touristin ist bei einem Erdrutsch auf Teneriffa ums Leben gekommen. Der Unfall habe sich bereits am Montag auf dem Wanderweg der Barranco del Infierno („Höllenschlucht“) im Südwesten der spanischen Urlaubsinsel ereignet, teilte der Notdienst der Kanaren am Dienstag mit.

Die 62-Jährige Urlauberin sei fast am Ende der Strecke von Steinschlag getroffen worden und auf der Stelle tot gewesen, hieß es. Zwei Begleiter der Frau, ein 67-Jähriger und eine 54-Jährige, seien leicht verletzt worden. Die Wandergruppe bestand nach Angaben der spanischen Nachrichtenagentur efe aus insgesamt rund 60 Menschen.

Wanderweg ist spektakulär - und gefährlich

Der spektakuläre Wanderweg der „Höllenschlucht“ in einem Naturschutzgebiet nahe der Gemeinde Adeje war nach einem ähnlichen Unglück im Jahr 2009, bei dem ein Tourist gestorben war, jahrelang geschlossen gewesen. Nach Verbesserung der Sicherheitsbedingungen der Wege war der Zugang erst im vergangenen Mai wieder gestattet worden.

Der „Höllenschlucht“-Wanderweg ist eine der beliebtesten Attraktionen auf Teneriffa. Die Strecke ist mit Hin- und Rückweg 6,5 Kilometer lang. Man muss dabei einen Höhenunterschied von rund 1200 Metern überwinden und eine Wanderzeit von gut drei Stunden ansetzen. An vielen Aussichtpunkten hat man wunderschöne Ausblicke. Mit fortschreitender Strecke wird das Schluchtbett allerdings immer enger - und der Weg damit gefährlicher.