Auktion

103 Jahre alter „Titanic“-Cracker für 20.000 Euro ersteigert

Der Keks „überlebte“ 1912 den Untergang der Titanic. Jetzt ersteigerte ein Grieche das Alt-Gebäck - für eine stattliche Summe.

Der teuerste Keks der Welt - der „Pilot“.

Der teuerste Keks der Welt - der „Pilot“.

Foto: Courtesy of Henry Aldridge Son Auctioneers / BM

Wiltshire.  Ein Keks wurde jetzt bei einer Auktion für eine Rekordsumme an einen griechischen Sammler verkauft – für den Preis von 15.000 Pfund, also umgerechnet etwa 20.000 Euro. Das Besondere an dem Gebäckstück: Es überstand 1912 den Untergang des Luxusliners Titanic.

Damit handelt es sich bei dem 103 Jahre alten Cracker nun um „das weltweit teuerste Gebäck“, sagte der Auktionator Andrew Aldridge vom Auktionshaus Henry Aldridge & Son der Zeitung Salisbury Journal. „Es ist unglaublich, dass solch ein Gebäck solch ein dramatisches Ereignis überlebt hat – den Untergang des größten Kreuzfahrtschiffes, der 1.500 Menschen das Leben gekostet hat.“

Der Cracker „Pilot“ der englischen Marke Spillers & Bakers ist etwa so groß wie eine Handfläche und zehn Gramm schwer. Er gehörte 1912 zu einem Überlebenspaket, das auf einem der Rettungsboote der Titanic deponiert war. James Fenwick nahm den Keks vor mehr als 100 Jahren als Souvenir mit und bewahrte ihn in einem Briefumschlag auf. Fenwick war damals Passagier auf der SS Carpathia, die der sinkenden Titanic zur Hilfe gekommen war.

Bei der Auktion wurde auch ein Foto des Eisbergs, mit dem das Kreuzfahrtschiff am 15. April 1912 auf seiner Jungfernfahrt zusammenprallte, versteigert. Es wechselte für rund 32.000 Pfund den Besitzer.

Die fünf verrücktesten Auktionen

Aber nicht nur ein Keks, sondern auch andere Dinge erzielten Rekordsummen bei Auktionen. Das sind die fünf verrücktesten Auktionen der Welt:

1. „Ein wahrhaft großer Moment für die Welt der Briefmarkensammler“, war laut David Redden vom New Yorker Auktionshaus Sotheby’s, als die British Guiana One-Cent Magenta von 1856 für 9,5 Millionen Dollarversteigert wurde. Der glückliche Neubesitzer ist der US-amerikanische Schuh-Designer Stuart Weitzman.

2. Mehrere Bieter kämpften zehn Minuten lang um ihn – um einen 2,7 mal zwei Meter großen Perserteppich aus dem 17. Jahrhundert. Er gehörte mal dem US-Industriellen William Clark. Der Käufer musste für den weltweit teuersten Teppich fast 34 Millionen Dollar zahlen.

3. Einer der ersten Apple-Rechner überhaupt, der „Apple 1“ aus dem Jahre 1976, wurde 2012 in Köln für eine halbe Million Euro versteigert. Der verstorbene Apple-Gründer Steve Jobs hatte das Modell in der Garage seiner Eltern zusammengebaut und für 666,66 US-Dollar verkauft. Insgesamt soll es von dem Rechner nur 200 Stück geben.

4. 700 Bieter waren an der eingängigen Handynummer interessiert. Doch nur einer bekam den Zuschlag für die Nummer 050/7777777. Der Araber musste dafür 1,5 Millionen Euro zahlen. Allerdings darf der Käufer die Nummer nur für zwei Jahre nutzen.

5. Auch für Autokennzeichen werden Rekordpreise erzielt. Für knapp zehn Millionen Euro ersteigerte ein Geschäftsmann in den Vereinigten Arabischen Emiraten ein Autokennzeichen mit der Nummer „1“. Der Meistbietende Said Abdel Ghaffar Kuri nannte auch seine Gründe: „Wer will nicht die Nummer eins sein?“ Die gebotene Summe sei aber auch nicht außergewöhnlich hoch im Verhältnis zum Vermögen seiner Familie.