Weihnachtsfest

Ein ganzes Dorf feierte Weihnachten – im Oktober

Der siebenjährige Evan ist todkrank. Damit er noch einmal Weihnachten erleben kann, machte ihm sein Dorf ein besonderes Geschenk.

Mehr als 32.600 Dollar an Spenden kamen für den krebskranken siebenjährigen Evan aus St. George zusammen. Seine Familie feierte in diesem Jahr ein vorgezogenes Weihnachtsfest - und mit ihnen ein ganzes Dorf.

Mehr als 32.600 Dollar an Spenden kamen für den krebskranken siebenjährigen Evan aus St. George zusammen. Seine Familie feierte in diesem Jahr ein vorgezogenes Weihnachtsfest - und mit ihnen ein ganzes Dorf.

Foto: Screenshot: One Last Christmas / BM

St. George.  Leuchtende Lichterketten, hübsch geschmückte Weihnachtsbäume, weihnachtlich dekorierte Schaufenster – und ja, sogar ein bisschen Schnee. So weihnachtlich zeigte sich der Oktober in St. George, einem kleinen Örtchen im kanadischen Ontario. Ist das nicht ein bisschen früh? Nicht für den kleinen Evan. Der siebenjährige Junge hat Krebs und wird nicht mehr lange leben. Deshalb feierte seine Familie schon am Samstag ein vorzeitiges Weihnachtsfest – und mit ihnen ein ganzes Dorf.

Wie der kanadische Fernsehsender „CBC“ online berichtete, leidet Evan an einem Hirntumor, seit er fünf Jahre alt ist. Nun habe der Tumor gestreut. Ärzte sagen demnach, dass der Junge das Weihnachtsfest wohl nicht mehr erleben werde.

Einladung zum Weihnachtsfest kam über Facebook

Feiern sollte er es trotzdem. Und so reifte die Idee, das Weihnachtsfest einfach vorzuziehen. Wie „CBC“ berichtet, war es Evans Cousine, die über Facebook auf das besondere Weihnachten aufmerksam machte und das Dorf einlud, mitzufeiern. Und das ließen sich die rund 3100 Bewohner nicht zweimal sagen.

Sie schmückten Häuser und Vorgärten mit Lichterketten – und bereiteten sogar eine Weihnachtsparade vor, die vor Evans Haus vorbeizog. Zum Schluss, so kann man auf der Facebook-Seite sehen, durfte Evan sogar zu Santa Claus auf die Kutsche aufspringen. Evans Mutter war begeistert. „Wo man auch hinschaut, überall ist Weihnachten“, sagte sie dem Fernsehsender „CBC“.

Spenden sollen Evans Familie die finanziellen Sorgen nehmen

Auch außerhalb von St. George nahmen die Menschen Anteil an Evans Schicksal. Auf GoFundMe hatte Evans Cousine eine Spendenseite angelegt, um Evans alleinerziehender Mutter und seinen zwei Brüdern finanzielle Sorgen zu nehmen. Auch nach dem vorzeitigen Weihnachten hält die Spendenbereitschaft dort an. Innerhalb von einer Woche spendeten dort 772 Menschen und sammelten bis Sonntag mehr als 32.600 Dollar.

Um das Weihnachtsfest perfekt zu machen, schickten Menschen von überall her Weihnachtsgrüße und Geschenke. Eine Filmfirma sorgte mit Kunstschnee für weiße Straßen, berichtete „CTV News“ online.

Chicken Wings zum Weihnachtsdinner

Das perfekte Weihnachten hat Evan nun gefeiert. Ein paar Dinge möchte seine Mutter noch für ihn erledigen, sagte sie „CTV News“. Sie hat eine Liste angefertigt, mit Dingen, die Evan noch erleben soll, bevor er stirbt. Unter anderem steht darauf: einen Kinofilm ansehen und einen Hund namens Ernest kaufen. Auch Chicken Wings essen hatte sie auf der Liste notiert. Den Punkt konnte sie bereits streichen. Ein Restaurant hatte die Familie zum Weihnachtsdinner mit Chicken Wings eingeladen.