Unwetter

Sturm über Gran Canaria spült Autos weg und knickt Bäume um

Wegen sintflutartiger Regenfälle auf der Urlaubsinsel Gran Canaria haben Behörden den Notstand ausgerufen. Viele Häuser wurden evakuiert.

Die Straßen in Las Palmas sind nach heftigen Regenfällen überflutet.

Die Straßen in Las Palmas sind nach heftigen Regenfällen überflutet.

Foto: Elvira Urquijo A. / dpa

Madrid.  Am Strand liegen können Touristen auf Gran Canaria in diesen Tagen kaum: Heftige Unwetter haben auf der spanischen Urlaubsinsel große Schäden hinterlassen. Viele Rettungskräfte waren im Einsatz. Am schwersten getroffen wurde nach Angaben der Behörden die Gemeinde Telde im Osten der Insel. Dort rissen die Wassermassen unter anderem schwere Autos mit sich.

In der Stadt mit 105.000 Einwohnern, in der auch der internationale Flughafen von Gran Canaria liegt, seien am Freitag 105 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Allein in Telde habe es unter anderem 18 Erdrutsche, Stromausfälle, mehrere Baum- und Mauereinstürze sowie 15 vom Unwetter verursachte Verkehrsunfälle gegeben.

Straßen und Häuser überflutet

Zahlreiche Straßen und Häuser seien überflutet worden. Mehrere Autofahrer hätten aus ihren Fahrzeugen befreit werden müssen. Viele Häuser seien evakuiert worden. Es sei allerdings nur Sachschaden entstanden, ernsthaft Verletzte gebe es nicht, erklärte ein Sprecher der Stadt. Schwere Überschwemmungen und andere Zwischenfälle gab es den Angaben zufolge unter anderem auch in der Inselhauptstadt Las Palmas de Gran Canaria im Nordosten.

Am Wochenende wurde das Wetter derweil nach mehreren Regentagen und dem sintflutartigen Unwetter vom Freitag deutlich besser. In Telde und Las Plamas blieb es zwar am Samstag und Sonntag feucht, es wurden aber nur schwächere Regenschauer gemessen. Der am Freitag ausgerufene Notstand sei am Sonntag aufgehoben worden, hieß es.