Ukraine

Darth Vader will neuer Bürgermeister von Odessa werden

Krieg der Sterne in der Ukraine: Bei den Wahlen tritt eine Partei an, die sich nach dem Weltraum-Bösewicht Darth Vader benannt hat.

Weltraum-Wahlkampf: Kandidat Darth Vader bei einem Auftritt in Kiew.

Weltraum-Wahlkampf: Kandidat Darth Vader bei einem Auftritt in Kiew.

Foto: Tatyana Zenkovich / dpa

Kiew.  Bei den Kommunalwahlen in der Ukraine tritt auch Darth Vader an. 61 Kandidaten wollen die „dunkle Seite der Macht“ in der Politik repräsentieren: Der Darth-Vader-Block, benannt nach dem gleichnamigen Schurken im Weltraum-Epos „Star Wars“ (Krieg der Sterne), ist zwar eine Jux-Initiative, wurde aber im Juni vom Justizministerium als Partei registriert. Hochburg der früheren Partei der Studenten ist die Hafenstadt Odessa. Dort drängen 48 Kandidaten einschließlich eines gewissen „Meister Yoda“ in den Stadtrat. Der Bewerber Darth Nikolajewitsch Vader soll Bürgermeister werden.

Auch in der Hauptstadt Kiew, den südukrainischen Hafenstädten Mykolajiw und Cherson sowie in der ostukrainischen Millionenstadt Charkiw steht der dunkle Lord zur Wahl. Am Freitag wurde in Odessa sogar ein Denkmal des Vaters von Luke Skywalker eingeweiht. Bildhauer Alexander Milow veränderte dafür mit Spezialkleber ein Denkmal des sowjetischen Staatsgründers Lenin, das abgerissen werden sollte.

Auftritte ohne das Lichtschwert

Die Filmfigur Darth Vader nimmt nicht zum ersten Mal an Wahlen in dem osteuropäischen Land teil. Schon bei den Parlamentswahlen und den vorgezogenen Bürgermeisterwahlen in Kiew und Odessa 2014 erregte die Internetpartei mithilfe der Science-Fiction-Figur Aufsehen. Doch seit ihr früherer Kopf Dmitri Golubow für die Präsidentenpartei Block Petro Poroschenko im Parlament sitzt, entfallen professionell gemachte Werbespots und Auftritte mit Lichtschwert und Kostüm. Der Darth-Vader-Block hat nicht mal mehr einen eigenen Internetauftritt.