Hannover

Verbotener Hund Toby muss vor Gericht

Hannover. Ein Streit um die Haltung eines Hundes in einer Mietwohnung beschäftigt das Amtsgericht in Hannover. In einem Zivilprozess geht es darum, wie oft Mischlingsrüde Toby bellt, ob er den Hausflur des vor allem von Eigentümern bewohnten Mehrparteienhauses verschmutzt und ob er die Treppenstufen zerkratzt. Insgesamt sieben Zeugen sollen dazu aussagen.

Die Wohnungseigentümergemeinschaft hatte schon vor Jahren beschlossen, die Tierhaltung bei Neuvermietungen zu verbieten. Bei Abschluss des Mietvertrages hatte die Mieterin auch versichert, kein Haustier zu haben - auch in ihrem Mietvertrag wurde festgehalten, dass sie eine Genehmigung des Vermieters braucht, wenn sie Tiere halten will.

Nach dem Einzug schaffte die Mieterin dann dennoch einen Hund an. Sie will nun durchsetzen, dass ihr die Haltung des Tieres erlaubt wird und argumentiert, durch den Mischlingshund hätten sich ihre gesundheitlichen Probleme erheblich gebessert. Der Vermieter kritisiert hingegen, die anderen Hausbewohner fühlten sich durch den Hund gestört. Ob der Beschluss der Eigentümergemeinschaft, Tierhaltung zu verbieten, auch für die Mieterin als Dritte bindend sei, sei rechtlich strittig, erklärte der Richter. Ein Urteil will er am 6. November verkünden.

( dpa )

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