Flüchtlingspolitik

Mehr Personal für Erstaufnahmen in Berlin und Brandenburg

Zur Registrierung und Verteilung von Flüchtlingen stocken Berlin und Brandenburg die Mitarbeiterzahl in Erstaufnahmestellen auf.

Flüchtlinge warten oft monatelang auf die Bearbeitung ihres Asylantrags

Flüchtlinge warten oft monatelang auf die Bearbeitung ihres Asylantrags

Foto: Britta Pedersen / dpa

Die Berliner Bezirke bekommen nach Angaben des Senats mehr Stellen zur Bewältigung des Flüchtlingsandrangs. Darauf habe sich eine Arbeitsgruppe der Finanzverwaltung und der Bezirke am Montag verständigt, sagte Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) im RBB-Inforadio.

Es handele sich um eine dreistellige Zahl von Stellen, sagte der Senator. Genauere Angaben wolle er jetzt noch nicht machen. Zunächst müsse der Rat der Bürgermeister sich darüber verständigen, sagte eine Sprecherin der Finanzverwaltung.

Der Vorschlag werde an das Abgeordnetenhaus weitergeleitet, damit er noch in die laufenden Beratungen zum Doppelhaushalt 2016/17 eingearbeitet werden kann.

Mitarbeiter aus anderen Ministerien und Neuangestellte für Erstaufnahme in Brandenburg

Auch in Brandenburg werden angesichts des stetigen Zustroms von Flüchtlingen in der Erstaufnahme deutlich mehr Mitarbeiter benötigt. Wie das Brandenburger Innenministerium am Montag mitteilte, sollen kommende Woche sieben weitere Mitarbeiter mit befristeten Verträgen die Arbeit aufnehmen.

Zudem sollen 36 Mitarbeitern aus anderen Ressorts der Landesregierung abgeordnet werden. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits. In den vergangenen Wochen hatte das Innenministerium die Zahl der Mitarbeiter in der Erstaufnahme um 13 auf 45 aufgestockt. Die Bundeswehr hilft dort mit 30 Soldaten.

Am Montagnachmittag lief im Bahnhof Schönefeld (Dahme-Spreewald) erneut ein Sonderzug aus Freilassing mit rund 430 Flüchtlingen ein.

„Wir können aber weiterhin alle Menschen, die zu uns kommen, aufnehmen“

Davon wurden 210 Menschen in den Erstaufnahmestellen Eisenhüttenstadt (Oder-Spree), Frankfurt (Oder) und Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) untergebracht. Die übrigen wurden nach Berlin gebracht. Auf dem Bahnhof sind 20 Bundeswehr-Soldaten eingesetzt.

Von den derzeit 4200 Plätzen in den Brandenburger Erstaufnahmestellen waren am Morgen rund 4000 belegt, sagte Ministeriumssprecher Wolfgang Brandt. Unter anderem sei die jüngst in Potsdam eingerichtete Außenstelle wegen notwendiger Arbeiten nur eingeschränkt in Betrieb.

„Wir können aber weiterhin alle Menschen, die zu uns kommen, aufnehmen“, so Brandt. Auch in den kommenden Tagen werde jeweils ein Sonderzug mit Flüchtlingen aus Bayern erwartet.