San Francisco

„Hilfe, ich mache den schlimmsten Fehler meines Lebens“

| Lesedauer: 2 Minuten
Caroline Rosales

Eine Umfrage im Internet offenbart, was Männer denken, wenn sie ihre Braut das erste Mal sehen

San Francisco.  Der Bräutigam steht allein am Altar, während die Braut untermalt von Wagners Hochzeitsmarsch langsamen Schrittes auf ihn zuschreitet. Sie ist mit ihrem damenhaften Gang und dem Schleier beschäftigt, er hat die undankbare Aufgabe, vor den versammelten Gästen gerührt auf seine Frau in spe zu blicken, während sich alle fragen: Was denkt er wohl gerade?

Dieser Frage wollte jetzt der Internetdienst „Reddit“ nachgehen und stellte die offene Frage an alle verheiraten Männer, was genau in diesem Moment in ihrem Kopf vorging. Über 3000 anonyme Antworten gingen binnen Stunden ein. Einige sehr amüsant, einige rührend, andere wiederum verstörend.

„Ich mache den schlimmsten Fehler meines Lebens“, antwortete ein User. Ein anderer offenbarte, er habe einfach nur gedacht: „Weine jetzt nicht, bitte weine jetzt nicht.“ Der Großteil der Tausenden Kommentare geht glücklicherweise in die Richtung von „überwältigend“ bis „überglücklich“.

Einige waren in Gedanken auch schon einen Schritt weiter – aber nicht bei der Hochzeitsnacht, sondern beim Buffet. „Ich dachte, diese mit Schinken eingerollten Spargel werden gleich so gut schmecken.“ Ein anderer fragte sich fast beleidigt: „Warum weint sie nicht so viel wie ich?“ Wiederum andere hofften einfach nur, „dass sie gleich nicht ausflippt und wegläuft“. Einer kommentierte: „Bitte lass sie jetzt nicht stolpern und mich nicht ohnmächtig werden.“ Eine Gruppe von Antworten bezog sich auch einfach darauf, dass viele ihre Braut dank Styling und Make-up nicht wiedererkannten. „Sie war nicht angezogen und aufgehübscht wie immer, ich musste echt zwei Male hinschauen, bevor ich sie erkannte.“ Und ein anderer dachte nur: „So viel unechte Bräune ...“

Eine der rührendsten Antworten ist die eines Bräutigams, der 72 Stunden zuvor mit seiner Zukünftigen eine Fehlgeburt erlebt hatte. Noch Stunden vor der Zeremonie habe sie mit Komplikationen im Krankenhaus zu kämpfen gehabt, kurz darauf stand sie dennoch vor dem Altar. „Als sie zur Trauung erschien, wusste keiner unserer Gäste, was zuvor geschehen war. Ich stand einfach nur da und dachte, was für eine starke, wunderschöne, erstaunliche Frau sie ist.“

Eine andere Geschichte wiederum endete besonders bitter. „Ich dachte nur, ich hoffe, sie macht es nicht nur für ihre Aufenthaltsgenehmigung. Ich liebe sie doch. Kurze Zeit später stellte sich heraus, dass es genau nur darum ging. Zwei Monate später waren wir geschieden, die Ehe wurde annuliert.“

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