Wiesbaden

Nach Bahnstreiks weniger Bahn- und mehr Bus-Passagiere

Wiesbaden.  Die deutschlandweiten Bahnstreiks Anfang Mai mit etlichen Totalausfällen haben im ersten Halbjahr 2015 Pendler und Reisende offenbar umdenken lassen. Laut Statistischem Bundesamt nutzten rund 60 Millionen Fahrgäste den Eisenbahnfernverkehr. Das waren 3,4 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2014. Nur bei Straßen- und U-Bahnen gab es einen kleinen Anstieg bei den Passagieren.

Insgesamt zählte das Bundesamt bis Ende Juni 5,6 Milliarden Fahrgäste auf Bussen und Bahnen im Nah- und Fernverkehr. An einem durchschnittlichen Tag wurden fast 31 Millionen Fahrten zurückgelegt.

Rund zwei Millionen Menschen fuhren mit dem neuen expandierenden Angebot der Fernbusse, die mittlerweile durch ganz Europa fahren.

Rückläufig war das Fahrgastaufkommen bei Eisenbahnen und S-Bahnen mit minus 0,6 Prozent auf 1,2 Milliarden Fahrgäste. Bei Straßen-, Stadt- und U-Bahnen gab es ein Plus von 1,2 Prozent auf rund zwei Milliarden Fahrgäste.

Nur die Hälfte der Menschen in Deutschland erreicht mit Bussen und Bahnen binnen einer halben Stunde einen Fernbahnhof. Auch innerhalb einer Stunde gelingt das nur 83 Prozent. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Grünen hervor.