Mexiko-Stadt

Festnahmen nach der Ermordung von 43 Studenten in Mexiko

Mexiko-Stadt.  Knapp ein Jahr nach der Ermordung von 43 Studenten haben mexikanische Sicherheitskräfte den mutmaßlichen Hauptverantwortlichen für das Verbrechen festgenommen: Gildardo López Astudillo (36) alias „El Gil“, Befehlshaber der Drogenbande „Guerreros Unidos“. Diese soll die Lehramtsstudenten am 26. September 2014 verschleppt und später ermordet haben.

Verschiedene Zeugenaussagen benennen López Astudillo als den Hauptakteur des Verbrechens, wie der Nationale Sicherheitsbeauftragte, Renato Sales, am Donnerstag bekannt gab. „El Gil“, dessen Bande den Drogenhandel in der Stadt Iguala kontrollierte, habe die Anweisung für die Verschleppung und spätere Verbrennung der jungen Menschen gegeben. Die Studenten wurden nach einer Auseinandersetzung mit der Polizei von Iguala im Bundesstaat Guerrero verschleppt und von den Sicherheitskräften an die Mitglieder von „Guerreros Unidos“ übergeben. Die Aktion soll der Bürgermeister von Iguala angeordnet haben, der zusammen mit seiner Frau bereits in Haft ist.

Sales betonte, dass im Zusammenhang mit der Ermordung der Studenten insgesamt 111 Personen festgenommen worden sind. Die Mehrzahl seien Polizisten. Laut den Ermittlern wurden die Studenten auf einer Müllhalde verbrannt, Experten bezweifeln dies jedoch.