Pelvoux

Lawine tötet sieben Alpinisten – Drei Deutsche unter den Opfern

Pelvoux.  Eine Lawine hat in den französischen Alpen sieben Menschen in den Tod gerissen. Unter den Opfern sind auch drei Deutsche, erklärte der Staatsanwalt der Alpenstadt Gap am Dienstagabend. Eine Verletzte stamme aus Deutschland, sagte Staatsanwalt Raphaël Balland. Zwei weitere Tote seien Tschechen, bei den beiden anderen Opfern sei die Nationalität noch unklar. Die französische Bergwacht hatte die Lawine gestern gegen Mittag nahe des gut 4000 Meter hohen Gipfels „Dôme de Neige des Écrins“ entdeckt. Das Unglück ereignete sich nahe Pelvoux in dem Bergmassiv südöstlich von Grenoble.

Die Rettungskräfte setzten laut Präfekt Pierre Besnard sofort zwei Hubschrauber ein, ein dritter kam später hinzu. Neben Gendarmen machten sich demnach auch mehrere Hundeführer und Ärzte auf den Weg zum Unglücksort. Zunächst war von fünf Toten und zwei Vermissten berichtet worden.

Die Präfektur sprach von drei Seilschaften mit jeweils zwei oder drei Alpinisten, die in dem beliebten Gebiet unterwegs waren. Die Gruppe war um die Mittagszeit bei gutem – allerdings winterlichem – Wetter offenbar von der Lawine überrascht worden, wie es gestern von den örtlichen Behörden hieß. Als Ursache für den Lawinenabgang wurden Verwehungen nach den ergiebigen Schneefällen in der Region am vergangenen Wochenende vermutet. Ein etwa ein Meter hohes Schneebrett löste demnach die rund 250 Meter lange Lawine aus. Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve kündigte gleichwohl in Paris an, die Staatsanwaltschaft solle die Unglücksursache untersuchen.

Schneelawinen sind in den Alpen zu jeder Jahreszeit eine tödliche Gefahr.Die Region südöstlich des beliebten Urlaubsortes Grenoble ist bei Wintersporttouristen beliebt und wird von Alpinisten, Bergwanderern und Skifahrern intensiv genutzt. In diesem Jahr waren in der Region bei zwei Lawinenunglücken im Januar und im April bereits sechs Skifahrer ums Leben gekommen.