Japan

Erdrutsche und Regen bedrohen 150.000 Japaner

Tokio. Sintflutartige Regenfälle haben im Osten Japans für Überschwemmungen und Erdrutsche gesorgt. Rund 150.000 Menschen mussten sich in Sicherheit bringen. In teils dramatischen Rettungsaktionen wurden Dutzende Menschen mit Helikoptern von Dächern und Balkonen gerettet. Hunderte Häuser wurden unterspült. Als Deiche brachen, wurden einige Gebäude, Autos und Bäume fortgerissen.

Luftaufnahmen von den schweren Überschwemmungen erinnern an die Tsunami-Katastrophe, die die Region vor viereinhalb Jahren heimsuchte. Damals kamen rund 18.500 Menschen ums Leben. Das japanische Fernsehen zeigte, wie Menschen in den am schwersten betroffenen Provinzen Ibaraki und Tochigi mit Tüchern von Balkonen und Dächern ihrer Häuser winkten und nach Hilfe riefen. Ein Fluss in der Provinz Fukushima trat über die Ufer und schnitt Hunderte Haushalte von der Umwelt ab. In Fuku­shima liegt auch das Kernkraftwerk Fukushima Daiichi, in dem es 2011 in Folge der Tsunami-Katastrophe zum Gau gekommen war. Wegen der Regenfälle drohte Wasser vom Gelände der Atomruine ins Meer zu fließen. Ein Regierungssprecher sagte, die Strahlung des Regenwassers liege „ausreichend“ unter den zulässigen Grenzwerten. Ursache des Unwetters ist ein Taifun, der über Zentraljapan hinweggezogen war.

( dpa )

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