Hannover

Peilsender gegen Bienendiebstahl

Imker klagen über zerstörte Honigwaben und Vandalismus

Hannover.  Imker klagen über immer mehr Bienendiebstahl. „Dieses Jahr haben wir ein großes Problem“, so Klaus Ahrens vom niedersächsischen Berufsimkerverband. Im Landkreis Stade würden jedes Jahr etwa vier bis acht Völker gestohlen. „Jetzt sind es schon 44 Völker.“ Leer geräumte Bienenstände, zerstörte Honigwaben – mit Peilsendern sollen nun die Diebe gestellt werden.

Die Bienenfreunde versuchen, den Tätern mit Hilfe von neuester Technik auf die Schliche zu kommen. „Zur Zeit werden Wildkameras angeschafft oder die Bienenkästen mit GPS-Sendern oder Handyortung versehen“, so Klaus Ahrens. Auch über die sozialen Netzwerke werden außergewöhnliche gestohlene Bienenkästen gesucht.

In Brandenburg gibt es dank dieser Maßnahmen erste Erfolge. Doch noch seien Sender zu teuer, um sie flächendeckend einzusetzen.

Udo Kellner aus Eldingen ist seit 55 Jahren Hobbyimker. Er wurde schon mehrfach bestohlen, zuletzt schnappten sich Diebe im Mai zwei seiner besten Völker. „Das müssen Imker gewesen sein, die ein Auge dafür haben.“ Dass Profis am Werk sind, glauben alle. Den finanziellen Schaden pro Volk beziffert der Imkerbund auf 200 bis 300 Euro. Mit Honig liegt der Verlust bei 600 bis 800 Euro. Neben Diebstählen macht den Imkern auch Vandalismus zu schaffen.

Die Bienen verendeten qualvoll, weil Unbekannte die Fluglöcher an den Kästen zuschmierten, erzählt Ahrens. Manchmal werden Kästen und Waben auch wahllos zertrümmert.