La Coruña

Volksfest endet mit einer Tragödie

Von Stefan Scholl

Bei der Rallye von La Coruña sterben sechs Zuschauer

La Coruña.  Bei einer Rallye im Nordwesten Spaniens ist ein Auto in eine Zuschauermenge gerast und hat sechs Menschen in den Tod gerissen. Wie die Polizei am Samstag mitteilte, war bei der Rallye von La Co- ruña in der Region Galicien eines der Fahrzeuge in einer Kurve von der Fahrbahn abgekommen.

Nach Informationen der Onlineausgabe der Zeitung „El País“ waren unter den Toten eine hochschwangere Frau und ihr Lebensgefährte sowie ein Mädchen. 16 Zuschauer wurden demnach verletzt, darunter fünf Kinder, einige von ihnen lebensgefährlich.

Das Unglück ereignete sich bei der Ortschaft Carral, in der gerade ein Volksfest gefeiert wurde. Die weiteren Feierlichkeiten wurden abgesagt. „Der Unglücksort war eigentlich keine gefährliche Stelle“, sagte der Dorfbürgermeister José Luis Fernández Mouriño. „Das war ein tragisches Unglück.“

Der Fahrer des Unglücksfahrzeugs hatte in einer leichten Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war von der Fahrbahn abgekommen. Augenzeugen berichteten, möglicherweise hätten die Bremsen versagt. In der jüngeren Vergangenheit war es bei Rallye-Rennen immer wieder zu tragischen Unfällen gekommen. Vor allem, weil viele Zuschauer kaum oder gar nicht gesicherte Streckenabschnitte besuchen.

Erst im September 2014 wurden zwei Kinder und eine Frau bei einem Sprint-Rennen im nordportugiesischen Guimarães getötet, als ein Fahrzeug von der Strecke abkam. Im August des Jahres 2010 starben acht Zuschauer, als ein Fahrer beim abendlichen Offroad-Rennen „California 200“ in einem trockenen Flussbett der US-amerikanischen Mojave-Wüste nach einer Rampe im Parcours in die Menge raste. Die Zuschauer sollen lediglich drei Meter von der Strecke entfernt gestanden haben, eine Absperrung gab es nicht. Zwölf Menschen wurden damals verletzt.

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