Indonesien

Meeresforscher: MH370 ist vor Java abgestürzt

Das Ende Juli gefundene Wrackteil wirft Fragen zum Absturzgebiet des Flugs MH370 auf

Das Ende Juli gefundene Wrackteil wirft Fragen zum Absturzgebiet des Flugs MH370 auf

Foto: Raymond Wae Tion / dpa

Seit 16 Monaten wird nach der verschollenen Maschine der Malaysia Airlines gesucht - womöglich an der falschen Stelle.

Wo ist MH370? Seit 16 Monaten wird nach der verschollenen Boeing 777 der Malaysia Airlines im Indischen Ozean gesucht. Vor ein paar Wochen wurde auf der Insel La Réunion ein Wrackteil – eine Flügelklappe – angeschwemmt, die zur Maschine gehören soll. Nach neuen Computer-Berechnungen von Kieler Meeresforschern ist die verschollene malaysische Maschine mit der Flugnummer MH370 möglicherweise 3500 Kilometer weiter nördlich als bisher vermutet abgestürzt. Am wahrscheinlichsten sei eine Absturzregion vor der Südküste der indonesischen Insel Java, erläuterten am Dienstag in Kiel Prof. Arne Biastoch und Jonathan Durgadoo vom Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung.

Die Forscher rechneten Strömungen und die mögliche Drift einer Ende Juli am Strand der Insel La Réunion vor Ostafrika gefundenen Flügelklappe einer Boenig 777 zurück. Nach malaysischen Angaben gehört dieses Wrackteil zur verschwundenen MH370. Französische Ermittler sprachen von einer „sehr starken Vermutung“.

Sie betonten aber ausdrücklich, ihre bisherigen Daten reichten nicht aus, um der australischen Regierung ein geändertes Suchgebiet zu empfehlen.

Bisher wird angenommen, dass das Flugzeug mit 239 Menschen an Bord auf Höhe des 35. Breitengrades südlich des Äquators ins Meer stürzte - etwa 2000 Kilometer westlich von Australien.

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