Schweiz

Wieder Unglück bei Flugshow - ein Toter

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Schweizer Polizisten untersuchen das Wrack eines der beiden Flugzeuge

Schweizer Polizisten untersuchen das Wrack eines der beiden Flugzeuge

Foto: SEBASTIEN BOZON / AFP

Nur einen Tag nach dem Unglück in England sind in der Schweiz zwei deutsche Flugzeuge bei einer Flugshow zusammengestoßen.

Bei einer Flugshow in der Schweiz sind am Sonntag zwei Maschinen der deutschen Sportflieger-Formation Grasshoppers in der Luft kollidiert und abgestürzt. Dabei sei ein Pilot sei ums Leben gekommen, sagte ein Polizeisprecher. Bereits am Vortag war ein historischer Militärjet bei einer Flugshow in England auf eine Straße gestürzt, mindestens sieben Menschen kamen ums Leben.

Laut Medienberichten aus der Schweiz soll beim dortigen Unfall in Dittingen nahe Basel ein zweiter Flieger mit dem Fallschirm abgesprungen sein. Die Show auf dem Flugplatz in Dittingen unweit von Basel wurde unmittelbar nach dem Unglück abgebrochen. Nach Angaben der „Basellandschaftlichen Zeitung“ (BZ) kam es zu der Kollision bei einem Kurvenflug der Grasshoppers-Dreierformation.

Eines der Flugzeuge sei mit dem Heck eines anderen kollidiert. Eine der Maschinen sei in eine Scheune Mitten im Dorf Dittingen gestürzt. Das dritte Flugzeug sei zunächst über der Unglücksstelle gekreist, dann aber gelandet.

Der Sprecher der Dittinger Flugshow, Daniel Fierchter, sagte, Rettungsteams seien an der Unfallstelle angelangt.

Nach Angaben der Facebook-Seite der Grasshoppers handelt es sich um eine Dreierformation mit zweisitzigen Leichtflugzeugen vom Typ Ikarus C42. Die im August 2011 gegründete Staffel würde in ihrem etwa zehnminütigen Programm „die gesamte Bandbreite“ der Ultraleicht-Fliegerei vorführen. Die Staffel ist in Eschbach im Südwesten von Baden-Württemberg beheimatet.

Polizei in England befürchtet weitere Opfer

Erst einen Tag zuvor hatte es einen schweren Unfall in England gegeben. Dort war ein historischer Kampfjet abgestürzt. Die Polizei befürchtet, dass mehr als sieben Menschen ums Leben gekommen sein könnten. Es sei möglich, dass aus den Trümmern an der Absturzstelle weitere Opfer geborgen würden, sagte eine Sprecherin in der Nacht zum Sonntag. Der Hawker Fighter war am Sonnabend während eines Loopings im Rahmen der Shoreham Airshow nahe Brighton auf eine vielbefahrene Straße und mehrere Autos gekracht.

Der Pilot der Maschine kämpfe weiterhin um sein Leben, sagte Jane Derrick von der Polizei Sussex. Berichten zufolge ist er ein erfahrener ehemaliger Pilot der britischen Luftwaffe. Wie es zu dem Absturz kam, bei dem 14 weitere Menschen verletzt wurden, ist immer noch unklar. Die Flugshow, die eigentlich über das ganze Wochenende gehen sollte, wurde nicht fortgesetzt.


( dpa )

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