Haltern am See

Haltern weiht Gedenkstätte für Germanwings-Absturzopfer ein

Haltern am See. Die Stadt Haltern am See hat am Freitag eine Gedenkstätte für die Opfer des Germanwings-Absturzes eingeweiht. 16 Schüler und zwei Lehrerinnen des Halterner Josef-König-Gymnasiums waren bei der Katastrophe im März dieses Jahres ums Leben gekommen. Die Gedenkstätte liegt auf dem städtischen Friedhof am Stadtrand. Die Pfarrer der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden segneten sie ein. Fünf Familien der Absturzopfer hatten sich entschieden, ihre Kinder direkt nebenan zu beerdigen.

Der stille Rückzugsort ist begehbar. Die Rasenfläche ist von Hecken umsäumt, die Gestaltung erinnert an ein Klassenzimmer. 16 in Reihen gepflanzte Zierapfelbäume stellen den Klassenverband dar. Vorne stehen zwei Bäume – wie Lehrerinnen an der Tafel. Der große Gedenkstein erinnert an ein Pult. Die Gravur in grauem Granit zeigt ein Kreuz über den Namen der Toten, darunter eine Trauerschleife mit der Flugnummer 4U9525. Das Symbol ging nach dem Absturz um die Welt. Auch das Joseph-König-Gymnasium hatte in der vergangenen Woche eine große stählerne Tafel vor der Schule als Gedenkort eingeweiht. Er wird umrahmt von 18 Kirschbäumen, die den Toten zu Ehren gepflanzt worden waren. In einem großen Windlicht daneben soll dauerhaft eine Kerze brennen. Für Halterns Bürgermeister Bodo Klimpel ist die Anlage Ausdruck eines Versprechens, das er den Angehörigen gegeben hat: „Wir werden die Toten nicht vergessen.“