Wiesbaden –

Knapp 400 Radfahrer starben auf deutschen Straßen

Wiesbaden.  Bei Verkehrsunfällen auf Deutschlands Straßen sind im vergangenen Jahr 396 Fahrradfahrer ums Leben gekommen, das entspricht 12 Prozent aller Verkehrstoten. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte, wurden 77.900 Fahrradfahrer verletzt, davon 14.500 schwer. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der tödlich verunglückten Radler um 42, die der verletzten um etwa 6000. Mehr als die Hälfte (58 Prozent) der tödlichen Fahrradunfälle ereignete sich innerorts. 71 Prozent der ums Leben gekommenen Radfahrer waren Männer, und mehr als jeder zweite (57 Prozent) war mindestens 65 Jahre alt.

Stephanie Krone vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) fordert, dass Autofahrer, die Stärkeren auf der Straße, die Belange von Radfahrern, den Schwächeren, mehr berücksichtigen. Herbert Engelmohr vom AvD hält von der Kategorisierung in starke und schwache Verkehrsteilnehmer wenig: „Es suggeriert, dass manche die Verkehrsregeln eher befolgen müssen als andere.“