Anschlag

Der Erawan-Schrein im Zentrum Bangkoks

Mindestens 19 Menschen sind bei einem Anschlag im Zentrum Bangkoks ums Leben gekommen. Ziel war der bei Touristen beliebte Eriwan-Schrein.

 Der Erawan-Schrein an der Kreuzung von Ploenchit und Rajdamri Road. Im Hintergrund kreuzt der  Skytrain

Der Erawan-Schrein an der Kreuzung von Ploenchit und Rajdamri Road. Im Hintergrund kreuzt der Skytrain

Foto: pa/Dumont Bildarchiv

Bei einem Bombenanschlag im Zentrum Bangkoks sind am Montag nach Berichten des Fernsehsenders Thai PBS mindestens 19 Menschen getötet worden. Der Anschlag ereignete sich am Eriwan-Schrein.

Zu den rund 400 Tempeln der Hauptstadt gehört der 1956 erbaute und dem Gott Brahma gewidmete Erawan-Schrein im Zentrum - benannt nach Brahmas sagenumwobenem, mehrköpfigen Elefanten. Der heilige Schrein ist nicht nur ein Touristenmagnet, sondern auch Ziel vieler Einheimischer. Er wird von Hindus und Buddhisten gleichermaßen verehrt. Sie behängen die Statue der Gottheit mit Blumenkränzen, zünden Kerzen und Räucherstäbchen an und bitten um Segen.

Ein geistig Verwirrter zerstörte die ursprünglich aus vergoldetem Gips gefertigte Brahma-Statue im März 2006 mit einem Hammer. Bald darauf wurde sie restauriert.

Glitzernde Konsumtempel und traditionelle Märkte - mit rund 12 Millionen Einwohnern ist Bangkok das politische, wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Thailands. 1782 gegründet, erstreckt sich die Millionenmetropole über 1500 Quadratkilometer und beherbergt 15 Prozent der gesamten Bevölkerung des Landes. Bangkok gehört zu dem meistbesuchten Städten der Welt.