Schwedische Küste

Taucher entdecken U-Boot mit kyrillischen Buchstaben

Vor Schweden haben Taucher das Wrack eines russischen U-Bootes gefunden. Experten vermuten, dass es aus dem Ersten Weltkrieg stammt.

Das schwedische Militär prüft den Fund eines Wracks eines mutmaßlichen U-Boots vor der Küste des Landes. Dazu nehmen Ermittler Videoaufnahmen von dem Objekt unter die Lupe, wie Armeesprecher Jesper Tengroth am Montag sagte. Es sei besser, „mit Fakten als mit Spekulationen daherzukommen“, fügte Tengroth hinzu. Im Übrigen sei man nicht besonders in Eile, weil das Wrack sich nicht von der Stelle bewegen werde.

Auf das Wrack vor der schwedischen Küste waren Taucher gestoßen. Es soll circa 20 Meter lang sein und kyrillische Zeichen am Rumpf tragen, wie die Finder von der Wracksucherorganisation Ocean X-team am Montag auf ihrer Webseite berichteten. Äußere Schäden seien nicht zu sehen gewesen, alle Luken waren geschlossen. „Deshalb fürchten wir, dass die Mannschaft sich nicht retten konnte, als ihr Fahrzeug auf Grund lief“, sagte der Taucher Stefan Hogeborn.

Die Taucher von Ocean X Team gaben den genauen Standort des Wracks nicht bekannt. Nach Angaben der Zeitung „Expressen“ soll es sich rund 2,8 Kilometer vor der schwedischen Ostküste befinden.

Vermutlich U-Boot aus dem Ersten Weltkrieg

Im Oktober 2014 hatte Schweden eine großangelegte Suchaktion nach einem mutmaßlich russischen U-Boot gestartet, das angeblich vor Stockholm gesichtet worden war. Damals hatte die schwedische Marine eine Woche lang nach dem vermeintlichen Eindringling in den schwedischen Hoheitsgewässern gesucht, aber nichts gefunden.

Doch das jetzt entdeckte U-Boot stammt vermutlich aus dem Ersten Weltkrieg. Militärexperten in Schweden und Russland glauben, dass es sich um ein russisches U-Boot handelt, das im Mai 1916 mit einem schwedischen Dampfschiff kollidierte und sank. An Bord sollen 18 Mann Besatzung gewesen sein.

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos

Beschreibung anzeigen