Peking –

Chinesischer Archivar ersetzt Kunstschätze durch Fälschungen

Originale für Millionenbeträge verkauft

Peking. Ein Kunstskandal ungewöhnlichen Ausmaßes erschüttert China: Der Archivar Xiao Yuan hat mehr als 140 Kunstwerke aus seiner Sammlung gestohlen und durch selbst gemachte Fälschungen ersetzt, wie er einer am Mittwoch von einem Gericht in Kanton im Internet veröffentlichten Aufzeichnung der Anhörung zufolge gestand. Acht Jahre lang betrieb der Chefarchivar der Akademie für bildende Kunst in Kanton demnach das illegale Geschäft, das ihm fast 35 Millionen Yuan (mehr als fünf Millionen Euro) einbrachte.

Zu den Gemälden, die Xiao austauschte, gehörten Werke von Qi Baishi, einem der bedeutendsten chinesischen Maler der Moderne. Die Bilder des 1957 verstorbenen Autodidakten erzielen Höchstpreise wie die von Picasso oder Andy Warhol. Xiao ersetzte auch das Bild „Fels und Vögel“ des Malers Zhu Da aus dem 17. Jahrhundert, das laut „Information Times“ auf 30 Millionen Yuan geschätzt wurde. Der 57-jährige Xiao sagte dem Gericht, außer ihm seien viele andere Fälscher tätig. Das Urteil gegen Xiao steht noch aus.

( AFP )

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