Brüssel –

EU-Experten raten zu Konsequenzen aus Germanwings-Crash

Brüssel –. Eine Expertengruppe unter Vorsitz der europäischen Flugsicherheitsbehörde EASA hat Konsequenzen aus dem Germanwings-Unglück vorgeschlagen. Ihr Bericht soll als Grundlage für spätere Empfehlungen an die Flugbranche und für mögliche Gesetzesänderungen dienen. Dazu gehören generelle psychologische Untersuchungen für künftige Berufspiloten, eine Zwei-Personen-Regel im Cockpit sowie Alkohol- und Drogentests.

Auch sollen die Qualifikation und Leistung von Fliegerärzten künftig besser überprüft werden. Die EASA könnte hier neue Standards entwickeln. Angehende Piloten können sich medizinische Atteste in jedem europäischen Staat ausstellen lassen, der EASA-Mitglied ist. Dazu gehören neben den 28 EU-Ländern etwa die Schweiz oder Island. Das Arbeitsumfeld solle Piloten bestmöglich unterstützen, betonen die Autoren des Berichts. Vertrauen zu Kollegen und Arbeitgeber sei wichtig, um Probleme frühzeitig ansprechen zu können.

Der Germanwings-Mutterkonzern Lufthansa lobte die EU-Empfehlungen zur Flugsicherheit. Die in Brüssel vorgestellten Vorschläge stünden im Einklang mit den Ergebnissen der deutschen Expertengruppe von Bundesregierung und dem Luftverkehrsverband BDL, erklärte das Unternehmen am Freitag in Frankfurt/Main.