Omsk –

23 Tote bei Kasernen-Einsturz in Russland

Omsk –.  23 Menschen sind in der sibirischen Stadt Omsk beim Einsturz einer Fassade an einem Kasernengebäude ums Leben gekommen. Aus den Trümmern seien 19 Soldaten lebend geborgen worden, sagte Igor Konaschenkow, der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, am Montag der Agentur Interfax zufolge. Viele Verletzte seien mit Quetschungen und Knochenbrüchen in Krankenhäuser gebracht worden. Bei einigen bestehe Lebensgefahr, sagte Konaschenkow. Rettungsflugzeuge brachten einige Verletzte in die mehr als 2000 Kilometer weit entfernte russische Hauptstadt.

Als die viergeschossige Unterkunft in dem Ausbildungszentrum der Luftstreitkräfte einstürzte, schliefen die meisten Soldaten. Fernsehbilder zeigten, wie Dutzende Rekruten nachts die Trümmer beiseiteräumen, um ihre Kameraden zu retten. Die jüngsten Opfer waren 18 Jahre alt. Die Ursache für das Unglück am Rande der Millionenstadt war zunächst unklar.

Das Gebäude war Behörden zufolge unlängst saniert worden. Ermittler gingen Hinweisen auf möglichen Baupfusch nach. Der Boulevardfernsehsender Lifenews berichtete, dass Billigarbeitskräfte, darunter Drogen- und Alkoholabhängige, für die Sanierung eingesetzt worden sein sollen. Die Behörden machten dazu keine Angaben.

( dpa )

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