Spiele-Jury

Spiel des Jahres: Reisende ausrauben im „Colt Express“

Das Spielbrett ist ein dreidimensionale Zug, das Spiel eine Mischung aus Planung und Chaos. „Colt Express“ ist das Spiel des Jahres.

Der Spieleautor Christophe Raimbault (r.) und der Grafiker Jordi Valbuena freuen sich, nachdem ihr Spiel "Colt Express" zum Spiel des Jahres 2015 gewählt wurde. Das Spiel, das im Verlag Ludonaute erschienen ist, kostet 30 Euro und ist für 2-6 Spieler im Alter ab 10 Jahren gedacht

Der Spieleautor Christophe Raimbault (r.) und der Grafiker Jordi Valbuena freuen sich, nachdem ihr Spiel "Colt Express" zum Spiel des Jahres 2015 gewählt wurde. Das Spiel, das im Verlag Ludonaute erschienen ist, kostet 30 Euro und ist für 2-6 Spieler im Alter ab 10 Jahren gedacht

Foto: dpa

Die Westernparodie „Colt Express“ ist Spiel des Jahres 2015. Bei dem Brett- und Würfelspiel aus dem französischen Verlag Ludonaute schlüpfen die Spieler in die Rollen von Banditen, die in einem Zug Reisende ausrauben und ihre Konkurrenten außer Gefecht zu setzen versuchen.

„Ein Spiel wie eine Westernparodie“, lobte die Jury am Montag in Berlin. „'Colt Express' spult mit einfachen Regeln ein furioses Abenteuer ab, um das jeder Regisseur uns Spieler beneidet.“ Diese Mischung aus Planung und Chaos habe Charme und viel Witz. Das Spielbrett ist ein dreidimensionaler Zug mit Lok - „ein echter Hingucker“, wie die Jury befand.

Autor von „Colt Express“ ist der französische Spieleautor Christophe Raimbault. Inspiriert wurde er von dem Comics des Westernhelden Lucky Luke. Das Spiel für zwei bis sechs Spieler ab zehn Jahren wird in Deutschland von dem Essener Spieleverlag Asmodee vertrieben.

Zum fünften Mal kürte die Jury zudem das Kennerspiel des Jahres für anspruchsvollere Spieler. Gewonnen hat „Broom Service“ aus dem Verlag alea/Ravensburger, ein Strategiespiel. Die Spieler wetteifern darum, wer frisch gebraute Zaubertränke am schnellsten und effektivsten ausliefert und dabei mutig ist und Risiken eingeht oder „feiger“ aber sicherer agiert. Diese immer wieder auftauchende Frage sorge „für Spannung am Fließband“, hieß es.