Prozess

Falsche Lehrerin unterrichtete auch in Berlin

Foto: Carsten Rehder / dpa

Eine 50-Jährige steht vor Gericht, weil sie jahrelang mit gefälschten Zeugnissen unterrichtet haben soll - darunter auch in Berlin und Brandenburg. Im Prozess werden Bewährungsstrafen gefordert.

Im Prozess gegen eine falsche Lehrerin, die jahrelang mit gefälschten Zeugnissen unterrichtet haben soll, haben Staatsanwaltschaft und Verteidigung vor dem Amtsgericht Kiel am Mittwoch Bewährungsstrafen gefordert. Der Staatsanwalt hielt eine Bewährungsstrafe wegen schweren Betrugs und Urkundenfälschung von zwei Jahren für angemessen. Die Frau, die auch in Berlin und Brandenburg unterrichtete, habe einen hohen Schaden angerichtet. Sie werde nie wieder als Lehrerin arbeiten können, sagte er. „Sie ist bundesweit bekannt, als eine Frau, die keine Staatsexamina hat.“ Das sie die gleiche Straftat nochmals begehen werde, sei also sehr unwahrscheinlich.

Die Verteidigerin plädierte auf eine Strafe von eineinhalb Jahren. Auch sie gehe davon aus, dass die 50-Jährige mit Vorsatz gehandelt habe, sagte sie. Als strafmildernd müsse aber ihr umfassendes Geständnis bewertet werden. Auch die geschilderte Angst vor Arbeitslosigkeit in der Umbruchszeit der Wendejahre müsse berücksichtigt werden.

Die Frau aus Wismar hatte zugegeben, diverse Urkunden wie Staatsexamina gefälscht und sich damit als Lehrerin beworben zu haben.

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