Ägypten

Drei Tote bei Selbstmordanschlag vor Tempel von Karnak

Foto: KHALED DESOUKI / AFP

Vor dem weltberühmten Tempel von Karnak hat sich am Mittwoch ein Attentäter in die Luft gesprengt. Die Polizei lieferte sich eine Schießerei mit Komplizen des Terroristen.

Bei einem Terroranschlag auf die jährlich von Millionen Touristen besuchten Tempelanlagen von Karnak in Ägypten sind am Mittwoch drei Angreifer ums Leben gekommen. Einer der Extremisten sprengte sich selbst in die Luft, zwei wurden bei einem anschließenden Feuergefecht mit der Polizei getötet. Vier weitere Personen, darunter zwei Polizisten, wurden verletzt, wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Der Selbstmordattentäter sprengte sich nur wenige Meter von den Stufen der Tempelanlagen in die Luft, allerdings am Morgen, als sich nur eine Handvoll von Touristen auf dem riesigen Gelände am Ufer des Nils befanden, wie aus ägyptischen Sicherheitskreisen verlautete.

Die Tempel von Karnak nördlich von Luxor sind bei Touristen ähnlich beliebt wie die Pyramiden von Giseh. Zuletzt hatte es in der Nähe im November 1997 einen Terroranschlag gegeben. Islamische Extremisten eröffneten damals das Feuer auf Touristen im Hatschepsut-Tempel und töteten 58 Menschen.

Zahl der Besucher geht seit Jahren zurück

Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig in Luxor, wo sich einige der berühmtesten Tempel und Pharaonengräber befinden, unter anderem jenes von Tutanchamun. Seit dem Sturz des langjährigen ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak und den darauffolgenden Jahren politischer Unruhen ist die Zahl der Besucher stetig gesunken.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Er könnte aber auf das Konto der Extremistengruppe Ansar Beit al-Makdis gehen, gegen die auf der Halbinsel Sinai gegen das ägyptische Militär kämpfen.

( AP )

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos