Flüchtlinge

Bootsflüchtlinge bringen Katze mit nach Lampedusa

Ohne Dokumente und per Boot, so ist eine Katze illegal in Lampedusa eingereist. Das Tier war mit seiner Besitzerin und Hunderten weiteren Menschen über das Mittelmeer geflüchtet.

Sie ist schwarz-weiß gefärbt und hat keine Papiere – aber inzwischen einen neuen Namen: Joedo. So heißt die Katze nun, die kürzlich mit Hunderten Bootsflüchtlingen im italienischen Lampedusa angekommen ist. Herkunftsland: Sudan.

Das Tier sei mit seiner Besitzerin aus dem Sudan bis nach Italien gereist, das verriet ein Sprecher der sizilianischen Gesundheitsbehörde der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag. Und offensichtlich weckte das Tier den Humor des Beamten: Da die Katze nicht die „nötigen Dokumente für eine Einreise“ gehabt habe, sei sie erst einmal von ihrer Besitzerin getrennt und in Quarantäne gebracht worden.

„Der Katze geht es gut. Sie wird jetzt geimpft, und wir haben der Besitzerin versprochen, die Katze so schnell wie möglich zu ihr zurück zu bringen“, sagte der Sprecher weiter.

Bei der Ankunft wollte das Tier zunächst gar nicht von Bord und stiftete ein wenig Unruhe. Das berichtete die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Die Feuerwehr habe es schließlich geschafft, die schwarz-weiße Katze zu beruhigen. Sie habe deshalb den selben Namen wie der katzenfreundliche Feuerwehrmann „Joedo“ bekommen.

Der vierbeinige Passagier war für die Behörden eine Überraschung. Aber Joedo ist nicht das erste Tier, das mit Flüchtlingen auf der Insel Lampedusa von Bord gehe. Der Sprecher der Gesundheitsbehörde erzählt: „Wir hatten schon Falken und so weiter, aber bisher noch keine Katze.“

( tal, dpa )

Neueste Panorama Videos

Neueste Panorama Videos