Flug 4U9525

Germanwings-Absturz - Panne verzögert Überführung der Opfer

Foto: Guillaume Horcajuelo / dpa

Viele Angehörige sind enttäuscht - die Körper der deutschen Opfer von Germanwings-Flug 4U9525 sollten eigentlich schnell heimgebracht worden. Doch ein paar Tippfehler verhindern das.

Die Überführung der deutschen Opfer der Germanwings-Katastrophe verzögert sich – jetzt soll so schnell wie möglich ein neuer Termin bekanntgegeben werden. „Wir arbeiten mit Hochdruck an einem neuen Zeitplan“, sagte Germanwings-Sprecher Heinz Joachim Schöttes am Donnerstag. Die französischen Behörden hatten die Unterbrechung der Vorbereitungen veranlasst.

Laut einem Bericht des Kölner „Express“ war der Grund dafür eine Panne bei der Ausstellung der nötigen Dokumente. Der Bürgermeister des Gebirgsortes Prads-Haute-Bléone bestätigte, dass es beim Verfassen der Sterbeurkunden und ihrer Übersetzungen in drei Fällen Tippfehler gegeben habe. Dies betreffe beispielsweise die Namensschreibweise oder den Geburtsort. „Wir werden sie heute Nachmittag und morgen berichtigen“, sagte Bartolini am Donnerstag.

Mehrere Angehörige reagierten laut „Express“ verärgert: In einigen Fällen habe es bereits Planungen für Beisetzungen in Deutschland gegeben.

>> Der Germanwings-Absturz im Sekundenprotokoll <<

Der Germanwings-Airbus A320 war am 24. März auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen zerschellt. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte der Copilot den tödlichen Sinkflug mit Absicht eingeleitet, während der Pilot nicht im Cockpit war. Alle 150 Insassen starben. Der Copilot soll psychische Probleme gehabt haben.

Der Name des Copiloten der abgestürzten Germanwings-Maschine durfte nach Ansicht des Deutschen Presserats bei der Berichterstattung über die Katastrophe genannt werden. Demnach beging Andreas Lubitz, als er am 24. März den Jet zum Absturz brachte, „eine außergewöhnlich schwere Tat, die in ihrer Art und Dimension einzigartig ist“. Dies spreche für ein „überwiegendes öffentliches Interesse an dem Fall“, wie das Selbstkontrollorgan der deutschen Printmedien am Donnerstag in Berlin mitteilte. Eine Fülle entsprechender Beschwerden wurde abgewiesen.

( dpa )